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Sportgymnastin Soldatowa : Ein Sport zum Zerbrechen

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Alexandra Soldatowa leidet unter den Umständen ihrer Sportart. Bild: Picture-Alliance

Sportgymnastin Alexandra Soldatowa ist sehr biegsam. Und sehr dünn. Sie sagt, sie leide an Ess-Brech-Sucht. Das ist nicht verwunderlich bei einem Sport, in dem Essen weitgehend verboten ist. Oder sollte man besser sagen, angesichts der Perversion eines Sports?

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          Sehr glücklich kann ein Mensch werden, wenn es ihm vergönnt ist, seine Talente zu genießen. Dass dieses Privileg kostbarer ist als jede Goldmedaille, kann man an dem traurigen Beispiel der Russin Alexandra Soldatowa erkennen, einer mehrfachen Weltmeisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik.

          Sie ist erst 21 Jahre alt, sehr schön und sehr biegsam. Wer ihre Darbietungen sieht, beginnt daran zu zweifeln, dass sich überall in ihrem Körper Knochen befinden. Sie hat herrlich lange Beine und Haare. Und sie ist sehr dünn. Vor anderthalb Wochen meldeten russische Medien ganz offen, die junge Frau sei nach einem Selbstmordversuch in ein Moskauer Krankenhaus gebracht worden.

          Später dementierte sie das in einem Video, das ihre Trainerin verbreitete. Die Schnitte an ihrem linken Handgelenk habe sie sich zugezogen, als sie sich Frühstück machte. Und noch ein bisschen später erklärte sie, dass sie an Ess-Brech-Sucht leide. Was wiederum nicht weiter verwunderlich ist angesichts ihres Sports, in dem Essen weitgehend verboten ist. Oder sollte man besser sagen, angesichts der Perversion eines Sports?

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

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