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Ski-WM im Olympiajahr? : Lieber Cortina als Peking

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Viktoria Rebensburg: „Als Sportlerin kann ich definitiv sagen, dass es unmöglich ist, dass die Olympischen Winterspiele und die Ski-Welttitelkämpfe im gleichen Jahr stattfinden“. Bild: dpa

Viktoria Rebensburg spricht sich klar dagegen aus, die Ski-WM ins Jahr der Olympischen Spiele zu verschieben. Sollte es doch so kommen, würde sie persönlich die WM in Italien bevorzugen.

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          Viktoria Rebensburg hat sich gegen Überlegungen des Internationalen Skiverbandes (Fis) ausgesprochen, die vom 8. bis 21. Februar 2021 in Cortina d'Ampezzo geplante Ski-WM ins Olympia-Jahr 2022 zu verschieben. Die Organisatoren in den Dolomiten wollen die Titelkämpfe um ein Jahr verschieben, um in der Corona-Krise weniger Risiko einzugehen. 2022 würden dann aber Olympia und WM in einen Winter fallen.

          „Als Sportlerin kann ich definitiv sagen, dass es unmöglich ist, dass die Olympischen Winterspiele und die Ski-Welttitelkämpfe im gleichen Jahr stattfinden“, sagte Rebensburg (30) dem Internet-Portal skiweltcup.tv am Wochenende. Beide Großereignisse würden dadurch „an Wert verlieren“. Aus Sportler-Sicht sei eine Trainingssteuerung mit zwei Höhepunkten in einer Saison „nicht vorstellbar“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

          Persönlich würde die 30-Jährige gegenüber den Winterspielen in Peking ganz klar die WM im italienischen Cortina d'Ampezzo präferieren: „Weil der Skisport da gelebt wird.“ Bei den jüngsten Spielen in Asien 2018 im südkoreanischen Pyeongchang habe ihr dagegen „der Spirit gefehlt, der ein solch großes Sportereignis einzigartig macht“.

          Auch Rebensburgs Kollegin Nicole Schmidhofer (Österreich) ist gegen die Verlegung. „Für mich ist unvorstellbar, dass so ein Plan aus Skifahrersicht unterstützt wird. Da sprechen Leute, die keine Ahnung von körperlichen und mentalen Belastungen haben“, sagte die Super-G-Weltmeisterin von 2017.

          Die Fis will am 2. Juli entscheiden, ob die WM wegen der besonderen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben wird. Der italienische Verband präferiert eine Austragung direkt nach den Olympischen Spielen (4. bis 20. Februar 2022).

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