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Freerider auf Abenteuerreise : „Ski fahren in Iran ist eine Gaudi“

  • -Aktualisiert am

Die Weite, die Heißluftballone und der Truck: Die schöne Szenerie von Kappadokien in der Türkei. Bild: Anjuna Hartmann

Fabian Lentsch galt früh als einer der besten Ski-Freerider der Welt. Doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere steigt er ganz plötzlich aus der Wettkampf-Welt aus – und begibt sich auf eigene Abenteuer.

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          Berge, auf denen niemand zuvor Ski gefahren ist. Abfahrten, bei denen niemand gedacht hat, dass sie überhaupt fahrbar seien. Ski-Freerider Fabian Lentsch kennt den Kick fernab offizieller Pisten, in fernen Ländern. Seit dem November 2019 lebt der Tiroler in Teheran. „Hier kann man noch Abenteuer wie vor 50 oder 100 Jahren erleben“, sagt Lentsch: „Viele Berge haben noch nie einen Skier gesehen.“ Seit seinem ersten Besuch in Iran vor sieben Jahren bereiste der 27 Jahre alte Profisportler fast jedes Jahr das Land etlicher Gebirge, das vor allem skitouristisch wenig erschlossen ist. Für den Freerider ein Paradies.

          Viele Skigebiete entstanden dort in der Zeit von Mohammad Reza Pahlawi. Der letzte Schah war begeisterter Skifahrer. Heute, 41 Jahre nach der Islamischen Revolution, sei der Skisport für viele Iraner eine „Flucht ins Freie“, glaubt Lentsch. In den Wintersportgebieten geht es für die Verhältnisse in der Islamischen Republik beinahe revolutionär zu. Kleidervorschriften, wie etwa die Hidschab-Regeln, sind weniger streng, auf der Piste wird Schnaps ausgepackt. Die Sittenpolizei lässt sich nur selten blicken. „Ski fahren in Iran ist eine Gaudi“, sagt Lentsch: „Jeder hat ein Lächeln im Gesicht.“

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