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Ski alpin : Felix Neureuther zu zaghaft

  • -Aktualisiert am

Svindal fuhr den Favoriten in Sölden davon Bild: dpa

Gesamtweltcupsieger Aksel Lund Svindal hat im österreichischen Sölden den Weltcup-Riesenslalom zum Auftakt der alpinen Ski-Saison gewonnen. Die beiden deutschen Starter Felix Neureuther und Fritz Dopfer verpassten das Finale.

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          Felix Neureuther hatte sich schon früh festgelegt, wer beim Weltcup-Auftakt in Sölden der Schnellste sein würde. Der Torlauf-Experte aus Garmisch-Partenkirchen hatte im August in Neuseeland viel mit Aksel-Lund Svindal trainiert, und sich auch noch später auf den Gletschern in Österreich immer wieder einmal einen Eindruck von der Form des Gesamtweltcup-Siegers des vergangenen Jahres verschaffen können.

          Im ersten Durchgang des Riesenslaloms hatte sich der Weltmeister aus Norwegen noch zurückgehalten, war nach einigen Fehlern mit mehr als einer Sekunde Rückstand als Sechster in den Finallauf gestartet. Mit souveräner Bestzeit düpierte Svindal dann die Konkurrenz, gewann vor Ted Ligety aus den Vereinigten Staaten und dem Finnen Kalle Palander.

          Dem einzigen ernsthaften Podiumsaspiranten aus Österreich in dieser Disziplin, Benjamin Raich, blieb nur Rang vier. Der letzte Sieger von Sölden, Hermann Maier, hatte schon zuvor Vorbehalte dem Riesenslalom gegenüber und bestätigte dies. Der ehemalige Weltmeister landete nur auf Rang 20. „Es war mehr ein Runterreiten“, sagte der Flachauer. Maier hat im Spätherbst seiner Karriere noch einmal die Skimarke gewechselt und traf bei seiner neuen Firma wieder auf Bode Miller.

          Bode Miller wurde Fünfter

          „Als ob ich noch nie Ski gefahren wäre“

          Bei der Team-Präsentation in Sölden haben sich die beiden im Verspäten ein kleines Duell geliefert. Maier kam zwar als Letzter, aber Miller verplauderte sich im Hotelfoyer, weshalb er schließlich nach dem Österreicher zum Werbefoto erschien. Im Rennen war Miller dann aber schneller, vor allem im zweiten Durchgang. Der Amerikaner schoss vom siebzehnten auf den fünften Platz vor. Der erste Lauf war noch „eine große Überraschung“ für Miller. „Ich habe mich gefühlt, als ob ich noch nie Ski gefahren wäre.“

          Für die beiden deutschen Starter war die Vorstellung von Svindal und Miller im Finale Anschauungsunterricht. Felix Neureuther hatte sich im vergangenen Winter zwar unter die besten 30 im Riesenslalom gekämpft, verlor die Zugehörigkeit zu der Elite aber wieder nach mehreren Ausfällen. In Sölden musste er mit der Nummer 55 an den Start, verpasste als 32. im ersten Durchgang knapp das Finale: „Ich war zu zaghaft, hätte mehr attackieren müssen“, gab der Slalom-Spezialist zu. Sein Kollege Fritz Dopfer, im Sommer vom Österreichischen Skiverband nach Deutschland gewechselt, landete bei seinem Debüt auf Rang 51.

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