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Nowitzki, Draisaitl und Co. : Sind All-Star-Games überhaupt noch zeitgemäß?

„Ich dachte, was soll’s“: Nowitzki nahm dreimal Maß. Bild: AFP

Basketball, Football, Eishockey oder Baseball: Alle großen amerikanischen Sportligen veranstalten die sogenannten All-Star-Games. Die Spiele der Besten haben nur einen Zweck. Und dennoch gibt es dabei ein Problem.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Es war die Zeit kurz nach der Gründung, als das junge Unternehmen in seine riskanteste Phase hineinschlitterte. Der Zuschauerschnitt? Mager. Die Stimmung? Deprimierend, besonders dort, wo die Hallen viel zu groß waren. Sechs der siebzehn Klubs hatten von einem Jahr aufs andere dicht gemacht, weil das Geld nicht reichte. Und als wäre das nicht genug, kratzte ein riesiger Bestechungsskandal im College-Sport landesweit am Image der Sportart. In dieser Situation sah der Besitzer der Boston Celtics die einzige Chance der NBA in einer Flucht nach vorn. Er stellte eine Veranstaltung auf die Beine, wie es sie bereits im Baseball und Football gab. Bei der lässt man zwei Auswahlmannschaften gegeneinander antreten und bestückt sie mit den prominentesten Ballkünstlern.

          Das erste All-Star-Spiel der NBA im März 1951 war tatsächlich eine Werbung für die Sportart, auch wenn die Zuschauer die Ränge des Boston Garden nur zu Dreivierteln füllten. Und das blieb diese Showeinlage auch, bis der kontinuierliche Erfolg der Liga für eine Ausdehnung auf 30 Klubs und Live-Übertragungen von allen Spielen im Fernsehen und über Streaming-Kanäle im Internet sorgte. Wer heute die größten Stars erleben will, muss nicht mal von seiner Couch aufstehen. Auf liebgewordene Traditionen, besonders wenn sie sich dank der Millionen von Werbepartnern rechnen, verzichtet man aber nur ungern. So bringen die All-Star-Wochenenden der NBA seit einiger Zeit immer wieder neue Wundertüten hervor. Die Ausgabe des Jahres 2019 in Charlotte hätte man zum Beispiel zum Alt-Star-Festival umtaufen können. Diesmal feierte die Liga einen ihrer Besten: den 40-jährigen Dirk Nowitzki, der in Kürze seine beeindruckende Karriere endgültig beenden wird und im Liga-Alltag der Dallas Mavericks nur noch minutenweise als Ersatzmann ins Spiel geschickt wird.

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