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Handball-Nationaltorhüter : Heinevetters schwierige Beziehung zu den Füchsen

  • -Aktualisiert am

Wirbel um einen Abschied: Silvio Heinevetter sorgt für Zerknirschung. Bild: dpa

Seit Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter seinen Abschied angekündigt hat, ist die Beziehung zu den Berliner Füchsen beschädigt. Nun ist auch seine Lebensgefährtin Simone Thomalla verärgert.

          Da haben sich die Füchse am Ende einer missratenen Bundesligasaison ein schönes Ei ins Nest gelegt. Der anfangs noch zurückhaltend ausgetragene Streit zwischen Bob Hanning und Silvio Heinevetter ist durch das Zutun einer dritten Person derart hochgekocht, dass Hanning dem „Sport-Informations-Dienst“ nun sagte: „Wir werden ab sofort den Torhüter-Markt sondieren.“ Was heißt: die Berliner werden höchstwahrscheinlich ohne Torhüter Heinevetter in die nächste Spielzeit gehen.

          Vor etwa einer Woche kam die überraschende Kunde, dass der Nationaltorwart die Berliner nach Ende der Serie 2019/20 verlassen werde und fortan für die MT Melsungen aufläuft. Dort gibt ein großes Pharma-Unternehmen viel Geld aus, um mit der MTM endlich mal einen Titel zu holen. Kai Häfner aus Hannover hatten sie da schon ab 2020 eingekauft. Seine Nationalmannschafts-Kollegen Julius Kühn, Finn Lemke und Tobias Reichmann spielen ebenfalls für die Nordhessen. Insofern wirkte der Heinevetter-Coup zum einen wie ein nachvollziehbarer Deal, die Melsunger zu stärken, zum anderen wie eine gelungene PR-Geschichte, bietet der 34 Jahre alte Torwart doch wegen seiner Beziehung zur Schauspielerin Simone Thomalla viele Anknüpfungspunkte zwischen Sport und Unterhaltung. In seinen zehn Jahren bei den Füchsen ist Heinevetter zum Gesicht des Klubs aufgestiegen. Er hat schon einige Angebote anderer Vereine ausgeschlagen.

          Simone Thomalla über Fernbeziehung verärgert

          Die Aussicht auf eine Fernbeziehung mache sie nicht besonders glücklich, sagte Simone Thomalla und ließ anklingen, dass sie sich gewünscht hätte, die Füchse hätten zäher um ihren Partner gekämpft. Heinevetter legte in der „Bild“-Zeitung nach: „Nach wochenlangen Bemühungen meinerseits um ein Gespräch hat mir Bob Hanning zu verstehen gegeben, dass es kein unterschriftsreifes Angebot der Füchse geben wird. Jetzt behauptet er im Nachhinein das Gegenteil.“ Simone Thomalla, 54 Jahre alt, goss durch einen Post bei Instagram weiteres Öl ins Feuer. Dort legte sie nahe, Hanning habe die Unwahrheit gesagt, und überschrieb das Ganze mit Verweis auf dessen Körpergröße so: „Lügen haben kurze Beine.“

          Glamour-Paar:  Heinevetter mit der Schauspielerin Simone Thomalla.

          Von Hanning war zu hören: „Silvio ist unser teuerster Spieler, seine Leistungen in den vergangenen anderthalb Jahren waren durchwachsen, und wir sind nicht so zufrieden, wie man es von einem Weltklasse-Torhüter erwarten darf.“ Und er schob nach: „Ich habe nicht das Interesse, seine Fernbeziehung zu lösen, sondern muss die Gesamtheit des Vereins im Blick haben.“ Einen Angestellten öffentlich so zu beurteilen ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn ein Spitzenspiel ansteht: An diesem Donnerstag treten die Füchse gegen den THW Kiel an. Auch, um sich für das Final Four im EHF-Pokal Mitte Mai in Kiel zu qualifizieren, brauchen sie einen starken Torwart.

          30.000 Euro brutto im Monat soll Heinevetter bei den Berlinern verdienen; in Melsungen dürften es schätzungsweise 10000 Euro im Monat mehr sein. Tatsächlich müssen die Berliner kämpfen, um ihren Etat von knapp sechs Millionen Euro im Jahr zusammenzukriegen. Auch deswegen vertraut Hanning einer Mischung aus Starspielern wie Heinevetter, Paul Drux, Fabian Wiede, Hans Lindberg und aufstrebenden Kräften. Es scheint auf dieser brüchigen Basis unmöglich, dass Heinevetter seinen Vertrag bis Ende Juni 2020 erfüllt. Hanning müsste dann zwei Torhüter finden, da Ersatzmann Malte Semisch die Berliner verlässt.

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