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Freispruch für Boxerin : Sex mit Freund als Grund für Doping-Verstoß

  • Aktualisiert am

Virginia Fuchs (links) will zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Bild: AP

Boxerin Virginia Fuchs wurde positiv auf Doping getestet. Erklären konnte sich die Boxerin ihren Fall nicht. Vielmehr beteuerte sie ihre Unschuld und rätselte über die Ursache. Die wurde nun gefunden – und ist ziemlich skurril.

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          Weil zwei verbotene Substanzen auch nach Ansicht der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (Usada) beim Sex übertragen worden sind, ist eine amerikanische Boxerin vom Doping-Vorwurf freigesprochen worden. Demnach habe der Freund der 32 Jahre alten Virginia Fuchs Produkte konsumiert, in denen die verbotenen Substanzen enthalten waren, die demnach dann beim Geschlechtsverkehr auf die Sportlerin übertragen wurden. Das berichtete die amerikanische Nachrichtenagentur AP am Donnerstag (Ortszeit).

          Fuchs war im Februar bei einer Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe positiv getestet worden und bestritt eine Absicht. Vielmehr könne sie sich den Befund nicht erklären. Schließlich kam sie selbst auf die mögliche Ursache und meldete der Anti-Doping-Agentur ihren Verdacht. „Ich bin erleichtert, dass die Usada nach Abschluss einer umfassenden Untersuchung festgestellt hat, dass mein Fall einzigartig ist, und mich für unschuldig erklärt hat, sodass ich zum Wettbewerb zurückkehren kann. Dies war eine große Lektion für mich und jetzt, da es vorbei ist, konzentriere ich mich voll und ganz auf die Vorbereitung auf Tokio“, twitterte Fuchs, die im Fliegengewicht aktiv ist und sich für die verschobenen Olympischen Spiele qualifizieren möchte. 2016 in Rio de Janeiro hatte sie die Qualifikation knapp verpasst.

          „Obwohl der Welt-Anti-Doping-Code verlangt, dass diesen Fall als Verstoß angesehen und öffentlich bekannt gegeben werden muss, sind wir der festen Überzeugung, dass dieser Fall und andere ähnliche Fälle, einschließlich Fälle von Fleischkontamination und Kontamination mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, als kein Verstoß angesehen werden sollten“, sagte Travis Tygart, der Chef der Usada. „Wir werden uns weiterhin für Änderungen des Welt-Anti-Doping-Codes einsetzen, damit ein Athlet dort, wo keine Absicht zum Betrug und kein Leistungsvorteil besteht, nicht mit einem Verstoß oder unnötiger öffentlicher Aufmerksamkeit konfrontiert wird.“ So wie Virginia Fuchs, deren ungewöhnlicher Fall für sie noch einmal glimpflich endete.

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