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Williams gegen Williams : Venus ohne Chance gegen Serena

  • Aktualisiert am

Unaufhaltsam? Serena Williams steht in Wimbledon im Viertelfinale Bild: AP

Klare Angelegenheit in Wimbledon: Das Achtelfinale unter Schwestern entscheidet die Weltranglisten-Erste Serena Williams deutlich für sich. Ein anderes Match wird wegen Dunkelheit vertagt.

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          Serena Williams hat das Tennis-Duell mit ihrer älteren Schwester Venus in Wimbledon klar für sich entschieden und ihre Hoffnung auf den Serena-Slam aufrechterhalten.

          Die Weltranglisten-Erste gewann am Montag 6:4, 6:3 und feierte im insgesamt 26. Vergleich mit Venus den 15. Sieg.  „Das sind gemischte Gefühle. Es ist nie einfach, gegen deine Schwester zu spielen“, sagte die 33-Jährige und ergänzte: „Du musst eben den Wettbewerb annehmen.“

          Brisantes Viertelfinale gegen Asarenka

          Bereits am Dienstag steht ein brisantes Viertelfinale zwischen der aktuellen Nummer eins im Damen-Tennis und der früheren Weltranglisten-Ersten Victoria Asarenka auf dem Programm. Die Weißrussin gewann gegen die Schweizerin Belinda Bencic 6:2, 6:3.

          Vor gut einem Monat standen sich Asarenka und Williams in der dritten Runde der French Open gegenüber. In Erinnerung geblieben ist beim schwer erkämpften Dreisatz-Sieg von Williams eine verbale Auseinandersetzung am Netz und eine abfällige Geste Asarenkas, für die sie eine Geldstrafe zahlen musste. „Ich hatte schon einige harte Matches gegen Victoria. Ich werde bereit sein“, sagte Williams.

          Nach 1:08 Stunden verwandelte Serena Williams ihren ersten Matchball und verzichtete auf Jubelgesten. Dank des 25. Sieges in Serie bei einem Grand-Slam-Turnier hat Serena Williams weiter die Chance auf den jahresübergreifend vierten Triumph nacheinander bei den vier wichtigsten Turnieren. Die US Open 2014 sowie die Australian und French Open in diesem Jahr hat die Amerikanerin bereits gewonnen. Mit einem Triumph in Wimbledon würde sie zudem ihre Chance wahren, den echten Grand Slam mit vier Titeln in einem Kalenderjahr schaffen.

          Starke Phasen - aber doch keine Chance: Venus Williams verliert gegen ihre Schwester

          Die fünfmalige Wimbledonsiegerin strebt derzeit ihren insgesamt 21. Grand-Slam-Titel an und wäre dann nur noch einen Erfolg davon entfernt, mit Rekordsiegerin Steffi Graf gleichzuziehen.

          Auch Maria Scharapowa löste ihre Aufgabe am sogenannten Magic Monday mit allen Achtelfinal-Partien bei Damen und Herren souverän. Die an Nummer vier gesetzte Russin besiegte Sarina Dijas aus Kasachstan 6:4, 6:4. Dijas hatte in der dritten Runde die Darmstädterin Andrea Petkovic aus dem Turnier geworfen. Die Spanierin Garbiñe Muguruza setzte sich gegen die frühere Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark 6:4, 6:4 durch. Damit stehen alle drei Spielerinnen, die in Runde drei Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Tatjana Maria bezwungen hatten, bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in London unter den besten Acht. Muguruza hatte die deutsche Nummer eins Kerber in drei Sätzen geschlagen. Zudem zogen die Amerikanerinnen Madison Keys und Coco Vandeweghe in die Runde der besten Acht ein.

          Djokovic-Match wegen Dunkelheit abgebrochen

          In der Herren-Konkurrenz sicherten sich der Franzose Richard Gasquet und Vasek Pospisil aus Kanada ihre Viertelfinal-Plätze. Pospisil setzte sich gegen den Serben Viktor Troicki nach 0:2-Satzrückstand noch mit 4:6, 6:7 (4:7), 6:4, 6:3, 6:3 durch und steht erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier unter den besten Acht. Troicki hatte in der dritten Runde den deutschen Qualifikanten Dustin Brown bezwungen. Gasquet gewann gegen den Australier Nick Kyrgios 7:5, 6:1, 6:7 (7:9), 7:6 (8:6).

          Djokovic und Anderson verlassen nach Abbruch des Matchs wegen Dunkelheit den Platz in Wimbledon

          Auch der siebenmalige Wimbledonsieger Roger Federer hat zum 45. Mal das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz gewann nach einer überzeugenden Vorstellung gegen den Spanier Roberto Bautista Agut nach nur 86 Minuten 6:2, 6:2, 6:3. In der Runde der besten Acht trifft der Weltranglisten-Zweite am Mittwoch auf den Franzosen Gilles Simon.

          Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic konnte sein Match wegen Dunkelheit nicht zu Ende spielen. Das Achtelfinale zwischen dem Titelverteidiger und dem Südafrikaner Kevin Anderson wurde am Montagabend abgebrochen. Der von Becker trainierte Serbe hatte einen 0:2-Satzrückstand noch zu einem 2:2 ausgeglichen.

          Beim Stand von 6:7 (6:8), 6:7 (6:8), 6:1, 6:4 wurde das Match jedoch auf Dienstag vertagt - und nicht, wie von den Zuschauern mit lautstarken „Centre Court, Centre Court“-Rufen gefordert, kurzfristig auf das größte Stadion mit Dach und Flutlicht verlegt. Nach 3:03 Stunden wurden Djokovic und der stark aufspielende Weltranglisten-14. Anderson in die Kabinen geschickt.

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