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Sensation im Reitsport : Triumph in der Höhle der Löwen

Riad liegt ihr zu Füßen: Sibylle Vogt bei der Frauen-Premiere im saudischen Rennsport Bild: Neville Hopwood/Jockey Club of Saudi Arabia

Ausgerechnet in Riad schlägt Rennreiterin Sibylle Vogt die Stars der Männer-Branche. Doch wie kommt es eigentlich, dass sie als Frau in Saudi-Arabien überhaupt an einem Wettkampf teilnehmen darf?

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          Wie nennt man einen weiblichen Jockey? Jockette? Der Duden sagt ja, aber das Wort klingt, als wäre damit eher ein praktisches Küchengerät gemeint. „Am liebsten werde ich Amazone genannt“, sagt Sibylle Vogt, die aktuell erfolgreichste Rennreiterin in Deutschland, am Telefon. Die Schweizerin aus dem Aargau, die in Iffezheim arbeitet, hat sich ein Stück von der Männerdomäne Galopprennsport erobert – und sie will noch mehr erreichen auf den Rennplätzen dieser Welt. Dort ist zwar, wie zurzeit überall im Sport, seit Anfang März fast vollständig das Bild eingefroren. Doch sie ist erst 25 Jahre alt, und ihr Job besteht aus nichts anderem als Vorbereitung. Junge Rennpferde werden auf ihre Karriere vorbereitet. Ältere Pferde auf das nächste Rennen. Und letztere, sagt Sibylle Vogt, sind schon voller Ungeduld. „Die wissen, wofür sie trainiert werden, und wollen laufen. Langsam werden sie ungemütlich.“

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          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Wenn die Pläne des Verbandes „Deutscher Galopp“ aufgehen, wird es vom 4. Mai an in Deutschland wieder Pferderennen geben, allerdings in extrem reduzierter Form. In Dortmund soll es losgehen, vorausgesetzt, die Behörden spielen mit, danach sind Renntage in Hannover, Mannheim und Köln geplant. Es soll jeweils nur auf einer Rennbahn am Tag gelaufen werden, ohne Zuschauer, mit der kleinstmöglichen Zahl von Menschen am Ort, die auf den weitläufigen Arealen sämtliche Vorschriften des Kontaktverbots einhalten können und müssen. Es ist die Überlebensstrategie dieses hierzulande ohnehin vom Rückgang der Einnahmen gezeichneten Sports.

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