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Zwölfter Platz bei Regatta : Die Rechnung von Boris Herrmann geht nicht auf

Hat die Vendée Globe fest im Blick: Boris Herrmann, Deutschlands bester Hochseesegler. Bild: dpa

Nach der Atlantik-Überquerung mit Greta Thunberg und ein Jahr vor seinem größten Abenteuer verschätzt sich Segler Boris Herrmann bei einer Regatta nach Südamerika und wird Zwölfter. Dramatische Stunden erlebt einer seiner Konkurrenten.

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          In nicht einmal einem Jahr ist es soweit: Dann geht Boris Herrmann als erster Deutscher bei der Vendée Globe an den Start – einer der härtesten Segelregatten der Welt, die von Frankreich aus über etwa 45.000 Kilometer nonstop und solo einmal komplett um den Erdball führt. Seit mehr als drei Jahren bereitet der Hamburger sich und seine 18 Meter lange Imoca-Yacht „Malizia“ auf die knapp drei Monate dauernde Hatz über die Weltmeere vor. Bei einer der letzten Generalproben musste er nun einen kleinen Rückschlag einstecken.

          Bei der Transatlantikregatta Transat Jacques Vabre, die ebenfalls von Frankreich aus bis nach Salvador da Bahia in Brasilien führte, kam Herrmann gemeinsam mit seinem britischen Ko-Skipper Will Harris am Montag nur aufgrund eines erfolgreichen Schlussspurts noch auf einen zwölften Rang. Die Chance auf eine bessere Endposition hatten der 38-Jährige und sein Teamkollege bereits in der Frühphase des Rennens vergeben, nachdem sie sich – anders als die meisten der 29 gestarteten Imoca-Yachten – auf der Höhe von Spanien für eine deutlich westlicher gelegene Route nach Süden entschieden. „Der frühe westliche Kurs hatte sich nach unseren Wettermodellen als gute Chance dargestellt“, erklärte Herrmann. Doch die Rechnung ging aufgrund schwächerer Winde nicht auf und „Malizia“ lag zur Hälfte des Rennens lediglich auf dem fünfzehnten Rang.

          „Das Boot hat sich hervorragend bewährt“

          Trotz der nicht vollends zufrieden stellenden Plazierung, verbuchte Herrmann die Regatta als erfolgreichen Test für die Vendée Globe im kommenden Jahr, zu der die Veranstalter insgesamt 37 Teilnehmer zugelassen haben: „Das Boot war bestens präpariert und hat sich erneut hervorragend bewährt“, sagte Herrmann, der im Sommer weltweite Berühmtheit erlangte, weil er gemeinsam mit seinem Freund und Teamkollegen Pierre Casiraghi die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der „Malizia“ zur Klimakonferenz in New York über den Atlantik segelte.

          Boris Herrmann und sein Ko-Skipper Will Harris beim Start der Atlantikregatta Transat Jacques Vabre.

          Den Sieg bei der Transat Jacques Vabre feierten die beiden Franzosen Charlie Dalin und Yann Eliès, die den Zielhafen nach 13 Tagen, 12 Stunden und acht Minuten erreichten – und damit fast sechzehn Stunden Vorsprung vor der zweitplazierten Crew hatten.

          Dramatische Tage erlebte bei der Regatta überdies der Brite Alex Thomson: Der Zweite der vergangenen Vendée Globe kollidierte mit seiner Yacht „Hugo Boss“ schon früh im Rennen bei voller Fahrt mit einem unbekannten Objekt. „Das war wirklich angsteinflößend – und ein Schock“, berichtete Thomson in einer Videobotschaft. Sein Teamkollege Neal McDonald und er seien nach vorne geflogen und schmerzhaft auf den Boden der Yacht geknallt. Nach einer Nacht voller Arbeit gelang es ihnen, das Boot wieder aufzurichten und zu stabilisieren. Trotz immensen Schadens erreichten sie sicher die Kapverden.

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