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Segelprofi Boris Herrmann : In 45 Tagen um die Welt

Gelingt Boris Herrmann die schnellste Weltumrundung? Bild: Picture-Alliance

Der Hamburger Boris Herrmann bereitet sich auf die schnellste Nonstop-Weltumsegelung der Segel-Geschichte vor. Bei der Jules-Verne-Trophy will er die alte Bestmarke von gut 45 Tagen unterbieten – mit einem erstaunlich kleinen Team.

          Der Hamburger Segelprofi Boris Herrmann bereitet sich auf etwas vor, was noch kein Deutscher versucht hat: An Bord eines 30-Meter-Trimarans will der Vierunddreißigjährige die Jules-Verne-Trophy für die schnellste Nonstop-Weltumsegelung der bisherigen Segel-Geschichte gewinnen.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Die Bestmarke, aufgestellt von der französischen „Banque Populaire V“ mit einer 14-Mann-Crew um Skipper Loïck Peyron, liegt seit drei Jahren bei gut 45 Tagen. Die Start- und Ziellinie der Jules-Verne-Trophy verläuft zwischen der französischen Insel Ouessant nahe Brest und dem Lizard Point im Südwesten Englands; auf der Route müssen das Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin (Australien) und Kap Hoorn passiert werden.

          Herrmann, Hochseesegler mit viel Regatta-Erfahrung, heuert als Navigator unter dem französischen Skipper Francis Joyon an. Drei weitere Franzosen und ein Spanier werden außerdem zur Mannschaft gehören. Dass ein solches Unternehmen mit nur sechs Mann angegangen wird, ist ungewöhnlich.

          Der 2006 gebaute und seither immer wieder modifizierte und umbenannte Trimaran ist anspruchsvoll zu segeln und mehr als 40 Knoten schnell. Als „Groupama 3“ hielt er die Bestmarke bis 2010. Diesen Sommer wird Herrmann mit dem Boot am Transpac-Rennen Los Angeles – Hawaii teilnehmen, anschließend wird es an die französische Atlantikküste überführt und auf den neuen Sponsor „Idec“ umbenannt.

          Ende Oktober wird die Crew auf „Standby“ gehen, um für die Rekordfahrt geeignete Wettersysteme abzupassen. Herrmann und Kameraden werden nicht die einzigen sein: Mit „Spindrift Racing“ um Dona Bertarelli und Yann Guichard bereitet sich ein weiteres französisches Team auf einen Rekordversuch vor.

          Bei dessen Trimaran handelt es sich um ein mehr als 40 Meter langes, aber auch deutlich schwereres Monstrum, das von 14 Crewmitgliedern bewegt wird. „Wir werden versuchen, unseren Gewichtsvorteil auszuspielen“, sagt Herrmann.

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