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Schwimmen : Rupprath mit neuem Rekord

  • Aktualisiert am

Thomas Rupprath in seinem Element Bild: dpa

Thomas Rupprath hat bei den nationalen Schwimm-Meisterschaften in Berlin seinen eigenen deutschen Rekord über 50 Meter Schmetterling verbessert. Die Zeit hätte Rupprath bei der WM in Melbourne zu Silber gereicht. In Australien war der 30jährige im Vorlauf ausgeschieden.

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          Britta Steffen wollte nach dem letzten Kraftakt nur noch ihre Ruhe haben. „Ich brauche endlich eine Pause“, sagte die Europameisterin und WM-Dritte nach ihrem Sieg über 100 Meter Freistil in der Weltklassezeit von 53,57 Sekunden am vorletzten Tag der deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Deutsche Rekorde markierten Thomas Rupprath 23,46 Sekunden über 50 Meter Schmetterling und Kamil Kasprowicz in 2:00,47 Minuten über 200 Meter Lagen. Daniela Samulski gewann als Siegerin vor Titelverteidigerin Antje Buschschulte über 50 Meter Schmetterling ihren dritten Titel.

          Der 37 Jahre alte Mark Warnecke beendete seine Karriere als Vorlauf-Sieger über 50 Meter Brust. „Das war's“, sagte der Essener Arzt und Jung-Unternehmer nach über zwei Jahrzehnten im Schwimmsport. „Ich habe eine Superkarriere gehabt.“ 2005 war er in Montréal mit 35 Jahren ältester Weltmeister geworden. Nach 28,19 Sekunden erklärte er seine Karriere nach 32 deutschen Meistertiteln, 25 internationalen Medaillen, drei Weltrekorden und vier Olympia-Teilnahmen für beendet. Eine fiebrige Erkältung ließ nicht mehr zu, Warnecke meldete für das Finale ab. Den Titel überließ er kampflos dem Bremer Hendrik Feldwehr, der in 27,90 Sekunden vor Jens Kruppa (Riesa/28,36) siegte. Bis dahin hatte Warnecke alle DM-Titel gewonnen.

          „Ich bin sprachlos“

          Britta Steffen ließ sich in ihrer Heimatstadt auch von einer Erkältung nicht stoppen. Nach ihrem Sieg über 50 Meter Freistil mit deutschem Rekord zum Auftakt ließ sie der Konkurrenz am Samstag über 100 Meter nicht die Spur einer Chance. Die Berlinerin war selbst überrascht über die gute Zeit knapp zwei Wochen nach der WM. „Ich war mir nicht unbedingt sicher, heute zu gewinnen“, sagte sie. Bei der WM hätte sie mit der Zeit Silber geholt. Zweite wurde in 54,73 Sekunden Daniela Schreiber (Halle/Saale).

          Rupprath war nach seinem Rekord-Rennen über 50 Meter Schmetterling selbst überrascht. „Ich bin sprachlos“, sagte der 29 Jahre alte Schwimm-Profi. Nur um acht Hunderstel Sekunden verpasste er den Europarekord. Rupprath: „Es zeigt aber, dass ich noch schnell schwimmen kann.“ Die Zeit hätte Rupprath bei der WM in Melbourne zu Silber gereicht. In Australien war der 30jährige im Vorlauf ausgeschieden.

          Der Hannoveraner Kasprowicz setzte sich über 200 Meter Lagen vor dem Offenbacher Lukasz Wojt (2:02,15) durch. „Der heutige Rekord war das Resultat der harten Arbeit in den letzen vier Jahren“, sagte Kasprowicz. Europarekordler und Titelverteidiger Helge Meeuw (Frankfurt) musste sich über 100 Meter Rücken in 55,20 Sekunden hinter dem Wuppertaler Steffen Driesen (55,01) mit Platz zwei begnügen. „Jetzt mache ich erst einmal Urlaub“, kündigte Sieger Driesen an.

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