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Schwimmen : Rekord von Britta Steffen und Titel für Helge Meeuw

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Helge Meeuw jubelt über zwei Meistertitel am ersten Tag Bild: dpa

Britta Steffen stellte zum Auftakt der deutschen Schwimm-Meisterschaften einen neuen deutschen Rekord über 100 Meter Freistil auf. Helge Meeuw gewann zwei Titel über 50 Meter Rücken und 200 Meter Schmetterling.

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          Rekordrennen von Britta Steffen, eine bittere Niederlage für Weltrekordler Thomas Rupprath und zwei Titel für Helge Meeuw: Die deutschen Meisterschaften der Schwimmer in Berlin begannen am Mittwoch mit Paukenschlägen.

          In 54,29 Sekunden über 100 Meter Freistil verbesserte die 22 Jahre alte Studentin aus Berlin die Bestmarke von Franziska van Almsick und Antje Buschschulte um 1/10 Sekunde und qualifizierte sich locker für die Europameisterschaften Ende Juli in Budapest. „Um sich zu motivieren, muß man hohe Ziele haben“, sagte Britta Steffen nach ihrem Rekordrennen. „Außerdem habe ich jetzt gelernt, daß andere Schwimmer wie Franziska van Almsick und Antje Buschschulte auch nur mit Wasser gekocht haben.“ Annika Liebs (Würzburg) löste als Zweite in 54,71 Sekunden ebenfalls das EM- Ticket. Die Magdeburgerin Buschschulte wurde nur Fünfte.

          Meeuw schnappt Rupprath den Titel weg

          Profi Rupprath schwamm über 50 Meter Rücken als Dritter sensationell an der EM vorbei. Überraschungssieger wurde Helge Meeuw aus Wiesbaden, der nach seinem Triumph über Rupprath als Titelverteidiger auch noch locker zum Sieg über 200 Meter Schmetterling schwamm. „Ich bin nicht überrascht“, stellte der 21 Jahre alte Helge Meeuw nach seinem Sieg in 25,32 Sekunden über 50 m Rücken fest. „Eigentlich habe ich das Rennen nur als besseres Einschwimmen für die 200 m Schmetterling betrachtet.“ Die gewann er in 1:57,31 Minuten.

          Der Vielstarter strotzt vor Selbstbewußtsein: „Ich denke nicht, daß ich mir mit sieben Rennen in Berlin zu viel zumute.“ Der favorisierte Rupprath hatte in 25,41 Sekunden über 50 m Rücken keine Chance. Er war geschockt: „Das war einfach schlecht.“ Der Wuppertaler Steffen Driesen qualifizierte sich als Zweiter in 25,36 Sekunden für die EM.

          Simone Weiler mal wieder bei EM dabei

          Das Comeback von Europameister Stev Theloke (Chemnitz) platzte wegen eines Kapselrisses im rechten Sprunggelenk. Annika Mehlhorn verteidigte ihren Titel über 200 m Schmetterling in 2:10,11 Minuten erfolgreich, war aber trotz EM-Qualifikation nicht wirklich zufrieden: „Mir fehlt die nationale Konkurrenz, die mich antreibt“, sagte die Baunatalerin, „ich muß mich an Gegnerinnen festbeißen können.“

          Simone Weiler (Heidelberg) setzte sich über 100 m Brust in 1:09,19 Minuten vor der deutschen Rekordhalterin Sarah Poewe (Wuppertal/1:09,55) durch. Beide schafften die EM-Qualifikation. „Es ist eine Erlösung“, sagte Simone Weiler, die zum ersten Mal nach drei Jahren wieder bei einem Top-Ereignis dabei ist.

          Örjan Madsen fordert „den Vollprofi“

          Über 400 m Freistil löste Paul Biedermann in 3:48,76 Minuten den Zweitplazierten Mainzer Christian Hein als Titelträger ab und buchte das EM-Ticket. Marco di Carli (Sögel) schwamm als erfolgreicher Titelverteidiger über 100 m Freistil in 49,47 Sekunden ebenso an der EM-Norm vorbei wie Johannes Neumann (Riesa) in 1:02,11 Minuten als Sieger über 100 m Brust und die Leipzigerin Janina-Kristin Götz aus Leipzig in 4:14,40 Minuten über 400 m Freistil der Frauen.

          Der neue Cheftrainer Örjan Madsen fordert mit Blick auf Olympia 2008 in Peking den „Vollprofi“. Entsprechend sind seine Anforderungen an die Athleten: „Wer hier und bei den Europameisterschaften gute Leistungen bringt, wird im Projekt Weltklasse 2008 vorrangig gefördert.“

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