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Schwimm-WM : Lochte schlägt Phelps mit Weltrekord

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Rekordmann: Lochte gelingt auf dem Weg zum zweiten WM-Titel der erste Weltrekord in Schanghai Bild: REUTERS

Ryan Lochte erhöht im packendsten Duell der Schwimm-WM gegen Michael Phelps auf 2:0 - und wie: Über 200 Meter Lagen gewinnt der Mann aus Port Orange in Weltrekordzeit - auch weil Phelps ihn über 150 Meter durchs Wasser treibt.

          Ryan Lochte hat bei der Schwimm-WM in Schanghai für den ersten Weltrekord seit dem Verbot der Hightech-Anzüge Ende 2009 gesorgt. Der Amerikaner gewann die 200 Meter Lagen in 1:54,00 Minuten vor dem 14-maligen Olympiasieger Michael Phelps und verbesserte seinen eigenen Weltrekord um eine 1/10 Sekunde. Phelps kam in 1:54,16 Minuten ins Ziel, nachdem er über beinahe 150 Meter knapp einen Armzug hinter Lochte lag und seinen Konkurrenten nicht überholen konnte. Bronze ging an den Ungarn Laszlo Cseh. Markus Deibler war im Vorlauf ausgeschieden, Jan David Schepers im Semifinale.

          Die amerikanische Frauen-Staffel hat sich den Titel über 4 x 200 Meter gesichert. Melissa Franklin, Dagny Knutson, Kathryn Hoff und Allison Schmitt schlugen nach 7:46,14 Minuten vor Olympiasieger Australien (7:47,42) und Titelverteidiger China (7:47,66) an. Die deutsche Staffel war im Vorlauf ausgeschieden.

          Unterdessen hat der Australier James Magnussen sich seinen zweiten Titel in Schanghai gesichert. Nach dem Gold mit der 4 x 100 Meter-Freistil-Staffel gewann der Weltjahresbeste auch die Einzelstrecke. Er siegte am Donnerstag in 47,63 Sekunden mit einem Vorsprung von 32/100 Vorsprung vor dem Kanadier Brent Hayden und William Meynard aus Frankreich. Der Brasilianer Cesar Cielo schwamm um 1/100 Sekunde an Bronze vorbei. Der Frankfurter Marco Di Carli war im Vorlauf ausgeschieden.

          Jiao Liuyang hat China die 14. Goldmedaille der WM beschert. Die 21-Jährige war am Donnerstag über 200 Meter Schmetterling in 2:05,55 Minuten vor der Britin Ellen Gandy die Schnellste und hatte einen Vorsprung von 4/100 Sekunden. Der dritte Platz ging an die chinesische Olympiasiegerin Zige Liu. Eine deutsche Starterin gab es in dieser Disziplin nicht. Anastasia Zuewa hat Russlands Beckenschwimmern das erste Gold bei der WM gebracht. Die 21-Jährige schlug über 50 Meter Rücken als Erste an. In 27,79 Sekunden hatte sie 0,14 Sekunden Vorsprung vor der Japanerin Aya Terakawa. Dritte wurde die Amerikanerin Missy Franklin. Jenny Mensing (Wiesbaden) war im Halbfinale ausgeschieden. Insgesamt war es für Russland das achte Gold bei dieser WM, die ersten sieben hatte es im Synchronschwimmen gegeben.

          Christian vom Lehn hat über 200 Meter Brust das Finale an diesem Freitag erreicht. Der 19-Jährige aus Wuppertal schlug am Donnerstag nach 2:09,44 Minuten an. Das reichte im Halbfinale zu Gesamtplatz drei. Als Schnellster geht der viermalige Olympiasieger Kosuke Kitajima in den endlauf. Der Japaner schwamm 2:08,81 Minuten. Yannick Lebherz hat dagegen das Finale über 200 Meter Rücken verpasst. Der 21-Jährige aus Darmstadt schlug als Gesamt-Zwölfter nach 1:58,56 Minuten an. Lebherz war erst kurz vor seinen WM-Rennen aus dem Höhentrainingslager angereist. Halbfinal-Schnellster war nur eine Stunde nach seinem Weltrekord über 200 Meter Lagen Olympiasieger Ryan Lochte aus den USA in 1:55,65.

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