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Schwimm-WM in Barcelona : Steffen Deibler verpasst Medaille

  • Aktualisiert am

Das war knapp - und enttäuschend: Steffen Deibler holt keine Medaille Bild: dpa

Bei der WM schwimmt Steffen Deibler über 100 Meter Schmetterling knapp am Podest vorbei. Missy Franklin holt schon ihren fünften Titel in Barcelona, Katie Ledecky ihren vierten. Der Weltrekord über 50 Meter Brust der Frauen fällt gleich zweimal.

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          Steffen Deibler hat die erhoffte WM-Medaille über 100 Meter Schmetterling knapp verpasst. Der Hamburger schlug am Samstag in Barcelona nach 51,54 Sekunden an und blieb auf Platz vier klar über seiner Bestzeit von 51,19. Weltmeister wurde in Weltjahresbestzeit von 51,06 Sekunden 200-Meter-Champion Chad le Clos aus Südafrika.

          Rang zwei ging an den Ungarn Laszlo Cseh vor dem Polen Konrad Czerniak. Deibler fehlten acht Hundertstelsekunden auf den Bronze-Rang. Er verpasste die erste deutsche WM-Medaille über diese Strecke seit dem zweiten Platz von Michael Groß 1991.

          Immer wieder Missy Franklin

          Die Amerikanerin Missy Franklin gewann schon ihren fünften Titel in Barcelona. Die viermalige Olympiasiegerin holte sich Gold über 200 Meter Rücken. Franklin schlug nach 2:04,76 Minuten vor Belinda Hocking an. Die Australierin war 1,9 Sekunden langsamer als Franklin. Dritte wurde die Kanadierin Hilary Caldwell. Franklin hatte vor dem Sieg über 200 Meter Rücken schon über 100 Meter Rücken, 200 Meter Freistil und mit zwei Staffeln gewonnen. Die Berlinerin Selina Hocke war im Vorlauf ausgeschieden.

          Missy Franklin ist in Barcelona kaum zu bremsen
          Missy Franklin ist in Barcelona kaum zu bremsen : Bild: AFP

          Die Amerikanerin Katie Ledecky holte ihren vierten Sieg in Barcelona und stellte dabei ihren zweiten Weltrekord dieser Titelkämpfe auf. Die viermalige Olympiasiegerin gewann über 800 Meter Freistil in 8:13,86 Minuten. Damit war sie schneller als die Britin Rebecca Adlington bei ihrem Olympiasieg 2008 in Peking (8:14,10).

          Silber ging an die Dänen Lotte Friis, Bronze an Lauren Boyle aus Neuseeland. Zuvor hatte die 16-jährige Ledecky Gold über 400 Meter und mit Weltrekord über 1500 Meter Freistil sowie mit der Staffel über 4 x 200 Meter gewonnen. Sie ist die zweite Frau nach der Fränkin Hannah Stockbauer vor zehn Jahren, die die drei langen Freistil-Strecken bei einer WM gewinnt. Sarah Köhler und Isabelle Härle hatten das Finale erwartungsgemäß verpasst.

          Dritter WM-Titel in Serie für Cielo

          Binnen acht Stunden fiel der zweite Weltrekord über 50 Meter Brust der Frauen. Nach den 29,78 Sekunden der Russin Julija Jefimowa im Vorlauf steigerte Litauens Schwimmstar Ruta Meilutyte deren Bestmarke im Halbfinale am Abend sogar noch um drei Zehntelsekunden. Die neue Bestmarke der 16 Jahre alten Weltmeisterin und Olympiasiegerin über die doppelte Distanz war der fünfte Weltrekord der Schwimm-WM in Barcelona. Vier davon wurden auf Bruststrecken der Frauen aufgestellt.

          Jeanette Ottesen Gray und Cesar Cielo sicherten sich am vorletzten Tag der WM die Titel über die Sprint-Distanz. Die Dänin Ottesen Gray gewann am Samstag die 50 Meter Schmetterling in 25,24 Sekunden. Rang zwei über diese nicht-olympische Strecke ging an die Chinesin Lu Ying, die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo wurde Dritte. Brasiliens Weltrekordler Cielo lag in 21,32 vor dem Russen Wladimir Morosow und George Bovell aus Trinidad. Es war Cielos dritter WM-Titel über die 50 Meter Freistil in Serie - das ist noch keinem gelungen.

          Dorothea Brandt hat derweil ihr erstes Finale  erreicht. Die Essenerin qualifizierte sich als Halbfinal-Siebte für den Endlauf über 50 Meter Freistil an diesem Sonntag. Brandt schlug nach 24,85 Sekunden an, verfehlte dabei ihre persönliche Saisonbestzeit. Halbfinal-Schnellste war die australische 100-Meter-Weltmeisterin Cate Campbell. Ihre 24,19 Sekunden bedeuteten Weltjahresbestzeit.

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