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Schwimm-Weltcup : Wellbrock lässt sich nichts wegnehmen

  • Aktualisiert am

Der starke Mann auf den Langstrecken: Florian Wellbrock Bild: dpa

Kirill Martynytschjew schnappt dem Favoriten Florian Wellbrock beinahe die Goldmedaille weg. Doch der wird seiner Favoritenrolle beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin gerecht.

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          Beinahe wäre für Florian Wellbrock nur die Silbermedaille übrig geblieben. Nicht, weil der Schwimm-Olympiasieger beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin seiner Favoritenrolle nicht gerecht geworden wäre. Sondern weil sein geschlagener Widersacher Kirill Martynytschjew bei der Siegerehrung versehentlich Gold vom roten Kissen schnappte. Doch der Russe erkannte seinen Irrtum und legte die Medaille zurück, die Wellbrock anschließend nicht ohne Stolz um seinen Hals hängte.

          „Ich bin hier, um international um die Medaillen zu schwimmen“, sagte der 24-Jährige, „und da fühlt sich die Goldmedaille natürlich besser an als ein vierter Platz.“ Einen Tag zuvor hatte der Doppel-Weltmeister von 2019 auf seiner Nebenstrecke 400 Meter Freistil als Vierter angeschlagen. Am Sonntag steht für den 10-Kilometer-Olympiasieger von Tokio noch ein Start über 200 m Freistil auf dem Programm.

          Im 1500-Meter-Rennen lieferte ihm der 19-Jährige Martynytschjew lange Zeit ein hartes Duell, am Ende distanzierte Wellbrock den Junioren-Europameister aber souverän um zwei Sekunden. Seine Siegerzeit von 14:35,23 Minuten lag zwar sieben Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit auf der 25-Meter-Bahn, aber damit war Wellbrock nach drei Wochen Training absolut einverstanden: „Es war härter als angenommen, aber auch schneller als angenommen.“

          Wellbrock ist einer von sieben aktuellen und zwei früheren Olympiasiegern, die in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) am Start sind. Insgesamt kämpfen mehr als 300 Athleten aus 32 Nationen um Top-Zeiten und -Plazierungen. Der Weltverband FINA schüttet beim Weltcup insgesamt 1,452 Millionen US-Dollar an Preisgeldern aus.

          Seinen zweiten Sieg im zweiten Finale in Berlin schaffte Rückenschwimmer Christian Diener. Der Potsdamer, der bei Olympia mit dem Vorlauf-Aus enttäuscht hatte, triumphierte nach den Sieg über 200 Meter auch über 50 Meter und kann am Sonntag im 100-Meter-Rennen das Triple perfekt machen. „Das ist das Ziel“, sagte Diener selbstbewusst.

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