https://www.faz.net/-gtl-9hvg7

Missy Franklin hat genug : Schmerzhaftes Karriereende mit 23

  • Aktualisiert am

Abgang als Weltrekordhalterin: Missy Franklin hat genug von den Schmerzen Bild: AFP

Schon mit 17 gewann sie vier olympische Goldmedaillen. Mit 23 schwamm sie nur noch im nationalen C-Finale. Nun ist es Amerikas Star Missy Franklin leid, „jeden Tag Schmerzen zu haben“.

          Die fünfmalige Olympiasiegerin Missy Franklin hat ihre Schwimmkarriere mit nur 23 Jahren beendet. Franklin gab ihre Entscheidung in einem beim amerikanischen Sender ESPN veröffentlichten Brief bekannt, Grund für den Rückzug aus dem Leistungssport sind chronische Schulterschmerzen der Amerikanerin. Die 23-Jährige sprach am Mittwoch bei Instagram vom „vielleicht schwersten Brief, den ich jemals schreiben musste“.

          „Ich habe lange gebraucht, um zu sagen: Ich höre auf. Aber nun bin ich bereit. Ich bin bereit, nicht jeden Tag Schmerzen zu haben. Ich bin bereit, eine Ehefrau zu werden, eines Tages eine Mutter. Ich bin bereit, jeden Tag als Mensch zu wachsen und das bestmögliche Vorbild zu sein. Ich bin bereit für den Rest meines Lebens“, schrieb Franklin.

          Franklin hatte bei den Sommerspielen in London 2012 mit 17 Jahren als erste Amerikanerin vier Goldmedaillen in einer Sportart geholt. Ihren fünften Olympiasieg feierte die Kalifornierin in Rio 2016. Dazu holte Franklin in ihrer Laufbahn elf WM-Titel.

          In London triumphierte Franklin über 100 und 200 Meter Rücken, außerdem mit den amerikanischen Staffeln über 4x100-Meter-Lagen und 4x200-Meter-Freistil. Mit der Freistil-Staffel gewann sie in Rio abermals, die Spiele verliefen für sie aber insgesamt enttäuschend. „Rückblickend betrachtet war es die größte Leistung meiner Karriere, diese acht Tage in Rio durchzustehen“, so Franklin.

          Ihr letztes Rennen war das C-Finale über 200-Meter-Freistil bei den amerikanischen Meisterschaften im Juli. Sie war mehr als vier Sekunden langsamer als bei ihrer Bestzeit. Im vergangenen Jahr hatte Franklin nach zwei Schulteroperationen auf die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Budapest verzichtet.

          Franklin leidet unter einer chronischen Sehnenentzündung an der Rotatorenmanschette. Sie tritt als Weltrekordhalterin über 200 Meter Rücken (2:04,06 Minuten) ab.

          Weitere Themen

          Fortuna fit trotz Verletzungen Video-Seite öffnen

          Rheinderby gegen Gladbach : Fortuna fit trotz Verletzungen

          Im Rheinderby treffen die Düsseldorfer am Sonntag auf Borussia Mönchengladbach, die am Donnerstag in der Europa League eine 0:4-Heimniederlage verkraften mussten. Trotz Verletzungspech freut sich Trainer Funkel auf das Spiel.

          Leipzig bleibt Tabellenführer

          3:0 in Bremen : Leipzig bleibt Tabellenführer

          RB Leipzig bleibt auf Kurs: Auch in Bremen dominiert das Team von Julian Nagelsmann. Nur die Torausbeute und eine strittige Gelb-Rote Karte für Laimer trüben die Freude. Werder kann die vielen Ausfälle nicht kompensieren.

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.