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Wasserspringen : Endlich mal die Hymne singen

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Goldene Medaillen für das deutsche Duo: Maria Kurjo (r.) und My Phan Bild: dpa

Schon zweimal musste Maria Kurjo nach Unfällen beim Wasserspringen bewusstlos aus dem Becken gezogen werden. Jetzt erfüllte sie sich bei der EM einen großen Wunsch.

          Mit 26 erfüllte sich Überraschungs-Europameisterin Maria Kurjo endlich einen Wunsch. „Ich wollte immer schonmal die Hymne mitsingen“, sagte die Berliner Wasserspringerin. Am späten Dienstagabend im Londoner Aquatics Centre stand Kurjo nach einem kuriosen Wettkampf gemeinsam mit Synchronpartnerin My Phan erstmals international ganz oben auf dem Treppchen. Dank der Patzer der Konkurrenz rückte Kurjo/Phan im letzten Durchgang von Platz vier noch auf eins vor. „Es ist eine totale Genugtuung“, sagt Kurjo. Dabei war sie mit ihren eigenen Leistungen „nicht super zufrieden“.

          Das deutsche Duo aus Berlin und Aachen sammelte für seine fünf Sprünge 279,75 Punkte. Im letzten Durchgang zogen sie noch an der patzenden Konkurrenz vorbei. „Eigentlich ist es unmöglich, von Platz vier auf eins. Aber die anderen haben ihre Fehler gemacht - und wir hatten das Glück der Tüchtigen“, sagte Kurjo unter großem Jubel ihrer Teamkollegen.

          Alles Gute kommt von oben: Marja Kurjo und My Phan synchron vom Turm.

          Die Sportsoldatin hat in ihrer Karriere schon manche Höhen und Tiefen erlebt. Vor zwei Jahren war sie mit My Phan schon EM-Zweite. Zweimal knallte Kurjo aber auch schon mit dem Kopf gegen die Beton-Plattform vom Turm, musste von Bundestrainer Lutz Buschkow bewusstlos aus dem Wasser gezogen werden. Eine große Feier war nicht geplant, schließlich steht am Freitag das Einzel an.

          Rang zwei im Synchron-Wettbewerb ging an die lange führenden Ukrainerinnen Ganna Krasnoschlik und Wlata Tatsenko, die 1,74 Punkte hinter Kurjo/Phan lagen. Dritte wurden die Ungarinnen Villo Kormos/Zsofia Reisinger.

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