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Schwimm-EM : Rupprath und DSV-Staffel holen Edelmetall

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Thomas Rupprath hat eine Medaille aus dem Istanbuler Wasser gefischt Bild: dpa

Zwei Medaillen waren die Ausbeute der deutschen Schwimmer am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaft. Beim letzten Wettbewerb mit Anzügen gab es zudem zwei weitere Weltrekorde.

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          Nach dem goldenen Auftakt durch Paul Biedermann (siehe: Schwimmen: Biedermann hakt ab) haben die deutschen Schwimmer auch am zweiten Wettkampftag der Kurzbahn-EM Erfolge gefeiert. 24 Stunden nach dem Triumph des Doppel-Weltmeisters über 400 m Freistil fischten die 50-m-Freistilstaffel als Dritte sowie Oldie Thomas Rupprath als Zweiter über 50 m Rücken jeweils mit deutschem Rekord zwei weitere Medaillen aus dem Becken der Abdi-Ipekci-Arena von Istanbul. Mit insgesamt sechsmal Edelmetall ist der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bereits nach Halbzeit der Titelkämpfe genauso erfolgreich wie bei der enttäuschenden EM im Vorjahr in Rijeka.

          Rupprath fügte seiner Erfolgsgeschichte bei Kurzbahn-Europameisterschaften ein weiteres Kapitel hinzu. Der zweite Platz in 22,85 Sekunden war seine insgesamt 41. Medaille auf der 25-m-Bahn. Der gebürtige Neusser ist damit der einzige aktive Athlet, der seit 1996 in Rostock an allen Kurzbahn-Europameisterschaften teilgenommen und immer mindestens einmal auf dem Treppchen stand. „Ich ärgere mich ein bisschen, denn der Rückstand auf Gold ist nicht groß. Aber es ist überraschend, dass ich hier überhaupt so schnell bin“, sagte der 77-malige deutsche Meister, der die Fortsetzung seiner Karriere im nächsten Jahr offen ließ.

          Zwei Weltrekorde

          Den EM-Sieg sicherte sich der Titelverteidiger Stanislaw Donez, der in 22,76 Sekunden den Europarekord zum vierten Mal während der Titelkämpfe am Bosporus verbesserte. Bis zur EM hatte Rupprath die Bestmarke gehalten. Der Frankfurter Marco Di Carli wurde Neunter (23,83). Das DSV-Quartett mit Dorothea Brandt (Berlin), Daniela Samulski, Lisa Vitting (beide Essen) sowie Schlussschwimmerin Daniela Schreiber (Halle/Saale) musste sich in 1:36,73 Minuten nur der Niederlande, die in 1:33,25 Minuten eine Weltbestzeit aufstellte, und Schweden (1:35,35) geschlagen geben.

          Einen Weltrekord stellte auch der ungarische Schwimm-Star Laszlo Cseh über 400 m Lagen (3:57,27) auf. Für Europarekorde sorgten bei ihren Siegen auch der Niederländer Robin van Aggele (100 m Brust/56,29), die Dänin Rikke-Moeller Pedersen (200 m Brust/2:16,66) und die Russin Xenia Moskwina (100 m Rücken/56,36). Caroline Ruhnau verpasste trotz eines deutschen Rekords eine Medaille über 200 m Brust. Die Essenerin schlug in 2:20,41 Minuten als Fünfte an und unterbot ihre eigene Bestmarke. Die Wuppertalerin Sarah Poewe wurde Siebte (2:21,86). Der achte Platz der WM-Zweiten Daniela Samulski über 100 m Rücken (58,33) enttäuschte. Überzeugen konnte auch Isabelle Härle über 800 m Freistil, auch wenn die Heidelbergerin als Vierte (8:16,58) knapp am Podest vorbeischwamm. Ihre Vereinskollegin Franziska Jansen wurde Siebte (8:27,34).

          Über 100 m Freistil erreichten Schreiber (52,95) und Vitting (53,55) als Siebte und Achte das Ziel. Bundestrainer Dirk Lange zog ein durchwachsenes Zwischenfazit nach zwei von vier EM-Tagen: „Das waren zwei gute erste Tage, aber keine hervorragenden.“ Neben der Grippe, die einige Athleten erfasst habe, sei daran vor allem die starke Konkurrenz verantwortlich. „Die Ergebnisse zeigen, dass das hier keine Mickey-Mouse-Veranstaltung ist. Die Kurzbahn-EM ist schon lange kein Event zweiter Klasse mehr“, meinte Lange. (siehe auch: Schwimmsportdirektor Ulmer: „Man kann sie wegwerfen“)

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