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Schwimm-EM : Klein holt Gold vom Turm

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Gold vom Turm: Sascha Klein krönt die Leistung der deutschen Kunstspringer Bild: dpa

Zum Abschluss der Schwimm-EM holt Kunstspringer Sascha Klein Gold vom Turm. Sprungkollege Patrick Hausding holt mit Bronze seine fünfte Medaille. Für die Schwimmer gibt es auch noch eine Medaille am grünen Tisch.

          Wasserspringer Sascha Klein hat zum Abschluss der Europameisterschaften in Budapest mit Gold vom Turm seinen ersten internationalen Einzeltitel gewonnen. Der Aachener setzte sich amSonntagabend mit 534,85 Punkten vor dem Berliner Patrick Hausding (516,45) durch. Hausding stellte damit einen einen Rekord auf: Als erster Springer holte er bei allen fünf Entscheidungen Medaillen. Zuvor hatte er je zweimal Gold und Silber geholt. Der Weißrusse Vadim Kaptur wurde Dritter. „Man kann schon von einem Boom für unsere Sportart in Deutschland sprechen“, sagte Lutz Buschkow, Leistungs-Sportdirektor
          und Sprung-Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

          Vor allem „Marathonmann“ Patrick Hausding sorgte für eine eindrucksvolle Show auf der Margareteninsel. Mit Doppel-Gold und zweimal Silber zog der 21 Jahre alte Berliner schon vor der letzten Entscheidung vom Turm am Sonntag mit dem Russen Dimitri Sautin gleich, der mit drei Titeln und einem zweiten Platz als bislang
          einziger Springer vier Medaillen bei einer Großveranstaltung gewonnen hatte. Dann legte Hausding noch einmal mit Silber nach.

          Für die deutschen Schwimmer gab es zum Abschluss der Titelkämpfe ebenfalls noch eine Medaille: Die Lagenstaffel der Frauen hat am „grünen Tisch“ Bronze gewonnen und an einem schwarzen Schlusstag die Ehre der deutschen Schwimmer halbwegs gerettet. Mit insgesamt neun Medaillen blieben die Schwimmer unter dem gesteckten Ziel von elfmal Edelmetall. Die Lagenstaffel der Männer wurde beim letzten Wettbewerb disqualifiziert. Eine Schmach gab es zudem für Paul Biedermann: Der Einzel-Europameister wurde wegen seiner schwachen Vorlaufleistung aus der Staffel genommen.

          Und noch eine Medaille: Patrick Hausding beim Sprung vom Turm

          Medaille am „grünen Tisch“

          Das Frauen-Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit Jenny Mensing, Caroline Ruhnau, Daniela Samulski und Silke Lippok profitierte von der Disqualifikation der Russinnen, denen der Sieg wegen eines Wechselfehlers aberkannt wurde. In 4:03,22 Minuten lag die DSV-Staffel hinter Großbritannien (3:59,72) und Schweden (4:01,18). „Das ist natürlich glücklich. Aber es ist egal, wie es zustande gekommen ist. Am Ende zählt die Medaille“, sagte Schlussschwimmerin Lippok, die nach Gold mit der 4x100-m-Freistilstaffel und Silber über 200 m Freistil den Medaillensatz komplett machte. „Ich habe die Augen zu gemacht und durchgeballert. Die letzten 10 Meter waren der Horror“, sagte Lippok.

          Risiko lohnte nicht

          Die Männer riskierten alles - und wurden bestraft. Ausgerechnet beim Wechsel zwischen den Brüdern Steffen und Markus Deibler passierte das Missgeschick. Dabei hatte Markus Deibler im Finale den Vorzug vor Biedermann erhalten. „Es gibt aber keine Vorwürfe. Wir haben alles riskiert. Das kann passieren“, sagte Deibler. In 3:35,38 Minuten hätten Stefan Herbst, Hendrik Feldwehr und die Deibler-Brüder eigentlich die viertschnellste Zeit erzielt. Den Titel sicherten sich die Franzosen (3:31,32) vor Russland (3:33,29) und den Niederländern (3:33,99).

          Auch Deutschlands Sprinter gingen leer aus. Über 50 m Freistil verpasste Dorothea Brandt als Vierte in 24,71 Sekunden Bronze um vier Hundertstelsekunden. Ihren zweiten Titel sicherte sich die 32 Jahre alte Schwedin Therese Alshammar (24,45). Steffen Deibler (22,24) wurde ebenso Sechster wie Caroline Ruhnau über 50 m Brust (31,84). Über 400 m Lagen schwamm Yannick Lebherz auf Rang fünf (4:15,72). Franziska Hentke verpasste über 200 m Schmetterling als Sechste (2:09,01) klar eine Medaille. Jaana Ehmcke blieb über 400 m Freistil in indiskutablen 4:18,89 als 19. gleich im Vorlauf auf der Strecke.

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