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LeBron James : Kreativer Protest von NBA-Star gegen Trump

  • Aktualisiert am

Gleichheit mit Füßen getreten? LeBron James protestiert auf seine Art und Weise. Bild: USA TODAY Sports

Es ist nicht das erste Mal, dass LeBron James seine tiefe Abneigung gegenüber dem amerikanischen Präsidenten kundtut. Nun wählt der Basketball-Star eine besondere Form des Protestes.

          Der amerikanische Basketball-Star LeBron James hat mit einem schwarzen und einem weißen Schuh sowie abermaligen Äußerungen über Präsident Donald Trump für Aufsehen gesorgt. Beim 106:99-Sieg seiner Cleveland Cavaliers im NBA-Spiel bei den Washington Wizards absolvierte James am Sonntag (Ortszeit) die erste Halbzeit in den speziellen Schuhen, auf denen zudem in goldenen Buchstaben das Wort „Equality“ (Gleichheit) stand.

          James hat Trump in der Vergangenheit offen kritisiert. „Wir wissen natürlich, wo wir gerade stehen. Und wir wissen, wer am Ruder ist“, sagte der 32-Jährige nach der Partie und erklärte: „Bei Gleichheit geht es darum, unsere Rechte zu verstehen. Zu verstehen, wofür wir stehen und wie stark wir als Männer und Frauen sind, schwarz, weiß oder hispanisch. Die Rasse spielt keine Rolle“, sagte James.

          Vor Saisonbeginn hatte er Trump vorgeworfen, dieser verstehe nicht, wie viele Kinder unabhängig von ihrer Hautfarbe zum amerikanischen Präsidenten aufschauten und von ihm Führung und ermutigende Worte erwarteten. Dass Trump dies nicht begreife, mache ihn kranker als alles andere, sagte James damals. Im ersten Saisonspiel trug er zwei schwarze Schuhe, verziert mit dem Wort „Equality“.

          Den weißen und den schwarzen Schuh wechselte James in Washington zur Pause gegen sein gewohntes Schuhwerk und begründete dies mit seiner bis dahin schlechten Leistung. Beim 18. Erfolg des Ex-Meisters in den vergangenen 19 Partien war James am Ende mit 20 Punkten, 15 Assists und zwölf Rebounds allerdings wieder der überragenden Akteur.

          Für Aufsehen sorgte auch der französische Fußball-Nationalspieler Antoine Griezmann. Danach bat er auf Twitter um Entschuldigung für ein Foto, das ihn als schwarz geschminkten Basketball-Spieler zeigt. „Wenn ich bestimmte Personen verletzt habe, entschuldige ich mich dafür“, twitterte der Stürmer von Atlético Madrid am Sonntagabend. Zuvor hatte der Franzose ein Foto gepostet, auf dem er dunkel geschminkt mit einer Afro-Frisur in einem Trikot der NBA-Allstars posiert.

          Laut französischen Medien hatte sich der Fußballer für eine Kostümparty verkleidet und geschminkt. Nach wenigen Stunden löschte Griezmann das Bild und bat um Entschuldigung für die „peinlichen“ Posts. Nach Informationen der französischen Zeitung „Le Monde“ hatte er davor noch versucht, das Kostüm zu rechtfertigen: „Ruhig Freunde, ich bin Fan der Harlem Globetrotters und dieser schönen Epoche... Das ist eine Hommage“, hatte der 26-Jährige demnach geschrieben. Auch dieser Post war am Montagmorgen nicht mehr auf Twitter zu finden.

          Das sogenannte Blackfacing – das Dunkelschminken weißer Personen zur Darstellung Schwarzer – wird häufig als rassistisch betrachtet. Auch in Deutschland hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an dieser Praxis gegeben – etwa an der Darstellung kolonialer Stereotype von Afrikanern im Karneval. ARD-Moderator Guido Cantz wurde im Herbst vergangenen Jahres Rassismus vorgeworfen, nachdem er in seiner Sendung „Verstehen Sie Spaß“ als Schwarzer aufgetreten war.

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