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36:36 gegen Handball-All-Stars : Spektakuläres Schaulaufen des Europameisters

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Der EM-Star macht den Hampelmann: Andreas Wolff bei einer seiner Paraden Bild: dpa

Spiel, Spaß – und sogar Spannung! Beim All-Star-Game gegen eine Bundesliga-Auswahl präsentiert sich der neue Handball-Europameister noch einmal in blendender Spiellaune. Der Medien-Marathon ist aber noch lange nicht beendet.

          Schaulaufen, Spielereien und Spaß-Handball: Die deutschen Europameister können auch Spektakel. Fünf Tage nach ihrem Triumph bei der EM in Polen verzückte die Nationalmannschaft ihre Fans. Beim Allstar Game in Nürnberg präsentierte sich das Team um ihren neuen Torwart-Star Andreas Wolff in bester Spiellaune und trennte sich 36:36 (16:17) von einer Bundesliga-Auswahl. 7622 Zuschauer jubelten, als selbst Mannschaftsarzt Kurt Steuer einen Siebenmeter verwandelte. Bester Werfer war Johannes Sellin mit sieben Treffern.

          Seit ihrem Triumphzug durch die Arenen in Breslau und Krakau sind die deutschen Handballer plötzlich berühmt. Allen voran Andreas Wolff, der Schlussmann. Einem Treffen mit Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer am Mittwoch folgt in der nächsten Woche die Rolle als Glückfee im DFB-Pokal. Im Anschluss an die Partie VfL Bochum gegen Bayern München kommenden Mittwoch (20.30 Uhr / live in der ARD und im DFB-Pokal-Ticker bei FAZ.NET) zieht der 24-Jährige die Halbfinal-Lose.

          So wirklich ernst war Bundestrainer Sigurdsson in Nürnberg nicht bei der Sache

          Gemeinsam mit dem Bundestrainer hatte Wolff zudem einen Auftritt bei SternTV. Und an diesem Samstag ist das gesamte Team auch noch Ehrengast beim Ball des Sports in Wiesbaden, ehe es am Abend geschlossen ins Aktuelle Sportstudio beim ZDF geht. „Ich freue mich, dass wir den Handball ein bisschen präsentieren dürfen“, sagte der beste Torhüter der EM in Nürnberg.

          In der Nürnberger Arena hielt es schon keinen der mehr als 7500 Zuschauer auf den Sitzen als das Team im Scheinwerferlicht der abgedunkelten Halle einlief. Kapitän Carsten Lichtlein führte mit der goldenen Schale in der Hand 15 der 16 EM-Helden aufs Parkett. Lediglich Tobias Reichmann fehlte. Der mit 46 Treffern zweitbeste Torschütze der EM und einzige Auslandsprofi der Mannschaft war bei seinem polnischen Klub KS Vive Kielce geblieben.

          Vom Anpfiff an wurde deutlich: Weder die Europameister noch die Bundesliga-Allstars waren mit all zu viel Ernst bei der Sache. Tricks, Kabinettstückchen und allerhand Show für das begeisterte Publikum bestimmten die Partie. Dabei stand wie zuletzt bei der EM und in TV-Sendungen Andreas Wolff im Mittelpunkt. Der Wetzlarer hielt in der 18. Minute einen Trickwurf von Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen) und posierte anschließend vor seinem Tor wie ein Bodybuilder. Acht Minuten später wagte er sich gar als Werfer zum direkten Freiwurf, blieb aber an der Mauer hängen und kassierte ein Kullertor vom Dänen Lasse Svan Hansen (SG Flensburg-Handewitt) zum 15:14-Anschluss für die Allstars.

          Bilderstrecke

          Kurz vor der Pause nahm sich dann die Nationalmannschaft selbst auf die Schippe: Sie stellte im Spiel noch einmal die Szene nach, die im Halbfinale zum später abgewiesenen Protest Norwegens geführt hatte. Simon Ernst war in der Partie nach dem 34:33-Treffer wenige Sekunden vor Schluss mit dem gelben Trikot als „falscher Torwart“ aufs Parkett gerannt, obwohl Wolff als richtiger Keeper auf dem Feld war.

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          Da konnte sich selbst der ehrgeizige Bundestrainer zu Beginn der zweiten Halbzeit beim 18:17 (32.) entspannt hinsetzen und mit einem Lächeln dem munteren Treiben auf dem Feld folgen. Und selbst Mannschaftsarzt Kurt Steuer durfte im Wolff-Trikot aufs Feld. Erst verwandelte er im vierten Versuch einen Siebenmeter zum 27:24 (44.), dann hielt er ein Wurf und kassierte dann mitten im Interview einen Treffer. Das Publikum johlte und feierte den Doc ebenso wie alle Spieler.

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