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Schach-Wunderkind Mishra : Wie eine Maschine

  • -Aktualisiert am

„Er lächelt nicht, er redet nicht“: Abhimanyu Mishra trainiert härter als je ein Zwölfjähriger zuvor. Bild: David Llada

Das amerikanische Schach-Wunderkind Abhimanyu Mishra wird erbarmungslos auf Erfolg getrimmt. Das Ziel: Er soll der jüngste Großmeister der Geschichte werden.

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          Rekorde bestimmen das Leben von Abhimanyu Mishra. Sein Vater Hemant kennt sie alle auswendig. Im Alter von sieben Jahren, sechs Monaten und zweiundzwanzig Tagen wurde sein Sohn der jüngste „Chess Expert“ in der Geschichte des Amerikanischen Schachverbands. Ein vergleichbares Niveau erreicht in Deutschland nur jeder fünfzehnte Vereinsspieler. Mit neun wurde der in New Jersey geborene Sohn indischer Einwanderer der bisher jüngste „National Master“. Mit zehn der jüngste Internationale Meister. Jetzt soll er auch jüngster Großmeister der Schachgeschichte werden.

          Das ist seit 2002 Sergei Karjakin. Zwölf Jahre und sieben Monate war der Russe alt, als er sich den höchsten, auf Lebenszeit verliehenen Titel holte. Um Karjakins Rekord zu brechen, bleibt genau bis zum 5. September Zeit. Hemant Mishra sagt, er habe dieses Ziel vor Augen, seit sein Sohn seinen ersten Rekord aufgestellt habe. Sein Kalkül: Dem jüngsten Großmeister winken weltweite Bekanntheit und Einladungen. Für den weiteren Aufstieg an die Weltspitze werden sich Sponsoren finden.

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