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Schach-WM-Kandidatenturnier : Caruana opfert und verliert

  • Aktualisiert am

Viel geopfert, nichts gewonnen: Fabiano Caruana Bild: dpa

Ding Liren schöpft durch seinen Sieg gegen Fabiano Caruana wieder Hoffnung auf die Qualifikation für den Titelkampf gegen Schach-Weltmeister Magnus Carlsen.

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          Der Chinese Ding Liren hat die Spitzenbegegnung beim Kandidatenturnier der Schach-WM gegen Fabiano Caruana gewonnen. Durch den Sieg in der dritten Runde an diesem Donnerstag schöpft Ding nach zwei Niederlagen zum Auftakt wieder Hoffnung im Kampf um den Turniersieg. Damit verbunden ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft gegen den Titelträger Magnus Carlsen aus Norwegen.

          Caruana opferte in der Eröffnung völlig überraschend einen Bauern und folgte in einer Variante der Slawischen Verteidigung sehr lange seiner häuslichen Vorbereitung. Im Verlauf der Partie wurde aber deutlich, dass dies riskant und nur für diese eine Partie ausgelegt war. Ding sammelte das gesamte Material ein, dass der 27-jährige Amerikaner nach und nach verzweifelt opferte und holte sich seinen ersehnten ersten Sieg beim Kandidatenturnier in Jekaterinburg.

          „Er spielte so schnell, und ich hatte eine Stunde weniger Zeit auf der Uhr nach der Eröffnung. Ich weiß nicht, wo er einen Fehler gemacht hat“, sagte Ding, der fest mit seinem Sieg rechnete, nachdem er seine Dame gesichert hatte.

          Einen spannenden Schlagabtausch lieferten sich Kirill Alexejenko und Jan Nepomnjaschtschi. Die russischen Großmeister riskierten in einer Französischen Partie alles, um den Sieg zu erzwingen. Nachdem sie aber zahlreiche Möglichkeiten ausließen, teilten sie durch ein Dauerschach nach 40 Zügen den Punkt. Die Partie zwischen Anish Giri aus den Niederlanden und Maxime Vachier-Lagrave aus Frankreich endete ebenfalls remis. Alexander Grischtschuk aus Russland verpasste nach eigener Aussage seinen ersten Sieg. Der mit 36 Jahren älteste Teilnehmer im Feld musste gegen Wang Hao aus China am Ende mit einem Remis zufrieden sein.

          Nach einem Ruhetag geht es in Russland am Samstag mit der vierten Runde weiter. Nepomnjaschtschi, Vachier-Lagrave und Wang Hao liegen mit 2,0 Punkten in Führung. Da noch elf Runden zu spielen sind, können sich noch alle Großmeister Hoffnungen auf den Turniersieg machen.

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