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Schach-WM : Anand weiter ohne Sieg

  • -Aktualisiert am

Viswanathan Anand: nur drei Punkte nach acht Spielen Bild: REUTERS

So langsam läuft Schach-Weltmeister Anand die Zeit davon. Auch in der achten WM-Partie gegen Herausforderer Carlsen reicht es für den Inder nur zu einem Remis.

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          In der bisher kürzesten und langweiligsten Partie der Schach-Weltmeisterschaft erreichte der Norweger Magnus Carlsen nach einer Stunde und zehn Minuten ein von ihm angestrebtes Remis. Wären Remisgebote vor dem 30. Zug nicht untersagt, wäre der Punkt am Dienstag wohl noch eher geteilt worden. Carlsen brauchte selbst nur zwanzig Minuten für alle 33 Züge: „Die Züge haben sich selbst vorgeschlagen. Ich war auch nicht in der Stimmung, nachzudenken“, sagte Carlsen anschließend. Um Viswanathan Anand als Titelträger abzulösen, fehlen ihm beim Stand von 5:3 noch 1,5 Punkte.

          Erstmals in diesem Match eröffnete Carlsen als Weißer mit dem Königsbauern. Anand gab zu, damit nicht gerechnet zu haben. Zur Enttäuschung vieler Zuschauer und Kommentatoren reagierte er nicht scharf mit „Sizilianisch“, sondern schlug nach zwei Minuten die gleiche Variante ein, die Carlsen ihm als Schwarzer in der vierten, sechsten und siebten Partie vorgesetzt hatte. Falls er hoffte, von seinem Herausforderer einen Hinweis zum Knacken dieser als „Berliner Mauer“ bekannten Aufstellung zu erhalten, wurde er enttäuscht. Carlsen wählte ein als risikolos bekanntes Abspiel.

          Der italienische Weltklassespieler Fabiano Caruana bescheinigte ihm kürzlich eine Gabe, die für seinen Gegner gerade unangenehmste Eröffnung zu wählen. „Caruana ist ein cleverer Bursche, da wird wohl etwas dran sein“, sagte Carlsen dazu.

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