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Kandidatenturnier zu Schach-WM : Der spannende Kampf der Generationen

  • -Aktualisiert am

Zwei der acht Kandidaten, die das WM-Herausforderungsturnier angehen: Sergej Karjakin (l.) und Fabiano Caruana Bild: dpa

Erfahrene Kreative gegen junge Pragmatiker: Acht Großmeister treten an, um Schach-Weltmeister Carlsen herausfordern zu dürfen. Dabei gibt es einen Favoriten der Herzen – und einen Favoriten der Zyniker.

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          Wenn die einen sagen, das Feld der acht WM-Kandidaten sei viel zu ausgeglichen, um eine Prognose abzugeben, und von den anderen, die doch bereit sind, einen Favoriten zu nennen, sechzig Prozent den gleichen Namen nennen, ist das zumindest erklärungsbedürftig. Dass die meisten der von der Berliner Fachzeitschrift „Schach“ befragten Experten bei der an diesem Samstag im Berliner Kühlhaus beginnenden Kandidatenausscheidung Lewon Aronjan vorne erwarten, hat die unterschiedlichsten Gründe.

          Der 35 Jahre alte Armenier hat ein phantastisches Jahr hinter sich. Er gilt als der kreativste Kopf in der Weltelite. Seine Partien sprühen vor Originalität. Sein spektakulärer Sieg gegen Weltmeister Magnus Carlsen im Juni war ein Juwel für die Schachliebhaber. Auch dass er lange in Berlin lebte, wo er für seine Familie ein Haus gekauft hat, wird für ihn ins Feld geführt. Vor allem aber ist Aronjan einfach sehr beliebt. Nachdem er bei allen sieben Anläufen auf den WM-Titel bisher vorzeitig gescheitert ist, wünschen sich viele, dass es endlich einmal klappt. Außerdem verspräche ein WM-Duell zwischen dem Maximalisten Aronjan und dem Pragmatiker Carlsen ein hochklassiges Duell unterschiedlicher Spielansätze.

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