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Zwölf Partien im November : Schach-WM mit Carlsen in New York

New York, New York: Magnus Carlsen will seinen Titel im November bei der Schach-WM verteidigen. Bild: dpa

Der Herausforderer wird noch gesucht, der Ort steht nun fest. Schach-Weltmeister Magnus Carlsen tritt zum nächsten Duell um den WM-Titel in New York an – geplant ist eine spektakuläre Kulisse.

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          Im November schaut die Schach-Welt gespannt nach New York. Wie der Weltverband Fide am Dienstag mitteilte, wird Weltmeister Magnus Carlsen seinen Titel vom 11. bis 30. November in der amerikanischen Metropole verteidigen. Auch Los Angeles und San Francisco hatten sich beworben. Wer in maximal zwölf Partien Carlsens Herausforderer sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Am Freitag nächster Woche (11. März) beginnt in Moskau das Kandidatenturnier mit acht Teilnehmern.

          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Erstmals seit 21 Jahren findet ein WM-Duell damit wieder in New York statt. 1995 standen sich Garri Kasparow und der Inder Viswanathan Anand in der 107. Etage des World Trade Centers gegenüber – damals allerdings nicht unter der Federführung der Fide, sondern der Professional Chess Association (PCA). Diese war vom siegreichen Russen Kasparow im Streit um die Vermarktung einst selbst gegründet hatte. Wenig später wurde die PCA wieder aufgelöst, seitdem werden die Weltmeister wieder unter Organisation der Fide gekürt.

          „Wir freuen uns, dass es wieder eine Schach-Weltmeisterschaft in New York geben wird“, sagt New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Womöglich wird er dann sogar einen amerikanischen Herausforderer für den 25 Jahre alten Carlsen begrüßen dürfen. Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura treten beim Kandidatenturnier in Moskau an, Nakamura wohnt gar in New York und hätte bei einer Qualifikation ein richtiges Heimspiel.

          Schach-WM : Carlsen abermals Champion

          Neben den beiden Amerikanern streiten Peter Svidler und Sergej Karjakin aus Russland, Anand aus Indien, Veselin Topalov aus Bulgarien, Anish Giri aus den Niederlanden sowie der Armenier Levon Aronian um den Sieg in Moskau. Wo genau die beiden Protagonisten dann im November in New York am Schachbrett sitzen werden, ist noch nicht klar. Spekuliert wird laut „Wall Street Journal“ über ein öffentlich zugängliches Kaufhaus am Broadway, wo die Duellanten in einem Glaskasten sitzen könnten. Eine solche Veranstaltung würde spektakuläre Bilder liefern.

          Schon nach dem letzten WM-Kampf zwischen Sieger Carlsen und Anand, den der Norweger mit 6,5:4,5 gewann, hatte Fide-Präsident Kirsan Iljumschinow gesagt, dass das nächste Duell in den Vereinigten Staaten stattfinden soll. Die Verhandlungen waren aber ins Stocken gekommen, weil das amerikanische Finanzministerium Sanktionen gegen Iljumschinow verhängt hatte. Er soll im Auftrag des syrischen Diktators Baschar al Assad Ölgeschäfte abgewickelt haben. Ihm seien Transaktionen mit der syrischen Regierung, der Zentralbank und zwei Gewährsleuten des Regimes nachgewiesen worden, hieß es.

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