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Ärger um Glücksspiel-Anbieter : Der umstrittene Schachzug des Magnus Carlsen

  • -Aktualisiert am

Verzockt? Schach-Weltmeister Magnus Carlsen Bild: EPA

Schach-Champion Magnus Carlsen will mehr Geld für seinen Sport und verursacht dabei einen heftigen Streit in Norwegen. Sein Verständnis von Demokratie sorgt dabei für einiges Unverständnis.

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          Am Schachbrett setzt Magnus Carlsen Maßstäbe. Sieben Turniere hat er dieses Jahr bereits gewonnen. Die Konkurrenz dominiert er wie nie zuvor. Mit welchen Zügen der Schachweltmeister derzeit abseits des Bretts seinen Willen durchzusetzen versucht, ist dagegen in seiner norwegischen Heimat heftig umstritten. Hintergrund ist ein Angebot der Kindred Group, eines schwedischen Glücksspielkonzerns mit Sitzen in Malta und Gibraltar, an den Norwegischen Schachverband.

          50 Millionen Kronen, mehr als fünf Millionen Euro, soll der Verband für politische Schützenhilfe im Kampf gegen das Monopol der staatlichen Anbieter Norsk Tipping und Norsk Risktoto kassieren. Weil Schach im Unterschied zu Sportarten mit mehr Körpereinsatz nichts von den Lotterieüberschüssen abkriegt, hat die Verbandsführung seit vorigem Herbst geheim verhandelt und wirbt nun für „den besten Deal, den das norwegische Schach je gemacht hat“. Den Verband würde er zwar seine Gemeinnützigkeit kosten, aber sein jährliches Budget verfünffachen.

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