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Betrugsvorwurf im Schach : Mensch oder Maschine?

  • -Aktualisiert am

Der Norweger Magnus Carlsen bei der 44. Schacholympiade. Bild: AFP

Spekulationen um Hans Niemanns rasanten Aufstieg gibt es seit langem. Weltmeister Magnus Carlsen wirft ihm nun auch offen Betrug vor. Kann es sein, dass er so gut wie ein Computer spielt?

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          „Ich glaube, dass Hans Niemann öfter und auch vor kürzerem betrogen hat, als er bisher zugegeben hat“, teilte Magnus Carlsen in der Nacht auf Dienstag in einem offenen Brief an die „liebe Schachwelt“ mit. Damit hat der Weltmeister erstmals klar formuliert, was ihn dazu bewegte, vor drei Wochen das Weltklasseturnier Sinquefield Cup in Saint Louis nach einer Niederlage gegen den 19 Jahre alten Amerikaner abzubrechen, und warum er vorige Woche eine Onlinepartie gegen ihn im zweiten Zug aufgab.

          Bisher hatte sich Carlsen auf Andeutungen beschränkt. Seinen Boykott gegen Niemann will der Weltmeister fortsetzen: „Wir müssen etwas gegen Betrug unternehmen, und ich für meinen Teil will nicht gegen Spieler antreten, die in der Vergangenheit wiederholt betrogen haben, weil ich nicht weiß, wozu sie in Zukunft fähig sind.“

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