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Schach-Olympiade in Dresden : Schachland Deutschland

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Die Figuren sind aufgestellt: die Schach-Olympiade kann beginnen Bild: dpa

Zwei Wochen nach der Schach-WM in Bonn beginnt am Donnerstag die Schach-Olympiade in Dresden. Aktive aus 152 Ländern haben gemeldet. Die Teams aus Russland, China und die Ukraine sind bei Damen und Herren die Favoriten.

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          Der Kampf auf 64 Feldern hat in Deutschland derzeit Hochkonjunktur. Zwei Wochen nach der Schach-Weltmeisterschaft in Bonn beginnt am Donnerstag die 38. Schach-Olympiade in Dresden. Aktive aus 152 Ländern haben gemeldet. Insgesamt gehen mehr als 1300 Aktive aus allen Kontinenten an den Start. Einzel-Champion Viswanathan Anand (Indien) ist aber nicht dabei.

          Der bedeutendste Mannschaftswettbewerb der Denksportler findet alle zwei Jahre unter Schirmherrschaft des Weltschachbundes Fide statt. Bereits bei der Premiere 1927 in London wurde an jeweils vier Brettern gespielt. An diesem Modus hat sich nichts geändert. Die Damen spielten lange Zeit an drei Brettern. Im Internationalen Kongresszentrum von Dresden tritt jedes Frauenteam erstmalig mit vier Spielerinnen an. Insgesamt werden in beiden Turnieren bis zum 25. November elf Runden gespielt. Ruhetage sind der 18. und 24. November.

          Russland, China und die Ukraine sind favorisiert

          Gastgeber Deutschland kann laut Reglement je zwei Teams stellen. Neben den A-Mannschaften der Männer und Frauen gibt es zwei Jugend-Teams. „Das ist eine gezielte Fördermaßnahme des Deutschen Schachbundes und eine Option auf die Zukunft“, sagte Bundestrainer Uwe Bönsch, der seit 1997 für die Ausbildung der deutschen Spitzenspieler verantwortlich zeichnet. Der größte Erfolg unter ihm gelang bei der Schach-Olympiade 2000 in Istanbul, als das deutsche Herrenteam überraschend Silber holte.

          Auf den ersten Blick ein großer Speisesaal: 550 Schachbretter sind im Dresdner Kongresszentrum aufgebaut

          In Dresden hat das Team um Großmeister Arkadij Naiditsch als Nummer elf der Setzliste nicht einmal Außenseiterchancen. Favoriten auf Gold sind Russland, China, die Ukraine und Armenien. Auch Aserbaidschan und Ungarn haben gute Medaillenchancen. Titelverteidiger ist Armenien, das 2006 in Turin gewann. Die Ukrainer waren 2004 auf Mallorca Olympiasieger, Russland siegte zuletzt mit Garri Kasparow vor sechs Jahren in Bled.

          Umfangreiches Rahmenprogramm in Dresden

          Bei den Damen zählen ebenfalls Russland, China und die Ukraine zu den Top-Favoriten. Die deutschen Damen um Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz rangierenn gerade mal an Nummer zwölf der Rangliste. Titelverteidiger ist die Ukraine. Das Spitzenbrett der Russinnen wird von Weltmeisterin Alexandra Kostenjuk besetzt. China hat mit der jungen WM-Zweiten Hou Yifan ein überragendes Talent in seinen Reihen.

          In Dresden werden täglich 1000 Zuschauer erwartet, unzählige Schachanhänger in der Welt können die Partien live im Internet verfolgen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Amateurturnieren, Workshops und einem großen Kulturangebot. Dazu gehört die Aufführung des Musicals „Chess“ in der Staatsoper Dresden.

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