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Schach-Kandidatenturnier : Ellenbogencheck und Remis

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Begrüßung mit Ellenbogen: Nepomnjaschtschi und Alejenko vor ihrer Partie am Donnerstag. Bild: Reuters

Im Kampf um die Kandidatenkür gegen Schach-Weltmeister Carlsen treten in der vierten Runde alle Anwärter auf der Stelle. Bemerkenswert sind die Begrüßungsrituale.

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          In der vierten Runde hat es beim Kandidatenturnier zur Schach-WM keinen Sieger gegeben. Alle vier Partien endeten an diesem Samstag im russischen Jekaterinburg remis. Fabiano Caruana (USA) und Jan Nepomnjaschtschi (Russland) kämpften mit gut fünf Stunden am längsten, nachdem die sechs anderen Großmeister schon die Bühne verlassen hatten. „Ich dachte, dass ich im Endspiel starken Druck ausübe, aber nachdem mein Gegner den König ins Zentrum brachte, sah ich nicht, wie es weitergehen soll“, sagte Caruana.

          Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) kam von allen Spielern dem Sieg am Nächsten. Sein Gegner Alexander Grischtschuk (Russland) befand sich abermals in Zeitnot, aber der 29-jährige Franzose gab im 30. Zug ein voreiliges Schach mit dem Läufer, anstatt mit dem Turm zwei Leichtfiguren auf der vierten Reihe anzugreifen.

          Ding Liren (China) konnte nach seinem Sieg gegen Caruana in der dritten Runde gegen Anish Giri (Niederlande) keinen weiteren Erfolg erzielen. „Das war eine sehr ausgeglichene Partie und das Remis dementsprechend das natürliche Resultat“, lautete sein Kommentar im Anschluss. Sein Landsmann Wang Hao machte es gegen den Underdog Kirill Alexejenko (Russland) nicht besser. Nach einem ausgeglichen Verlauf und 41 Zügen endete auch dieses Duell remis.

          Die Austragung des Schachturniers im Zeitalter des Coronavirus ist durchaus umstritten. Immerhin sind die Spieler vom Händeschütteln vor dem ersten Zug und nach der Partie freigestellt. Grischtschuk, Nepomnjaschtschi und Alejenko begrüßen sich mit Ellenbogencheck.

          Am Sonntag (12.00 Uhr/MESZ) geht es in Jekaterinburg weiter mit der fünften Runde. Das Kandidatenturnier findet bis zum 3. April statt. Das Preisgeld beträgt 500.000 Euro. Der Sieger erkämpft sich das Recht, den aktuellen Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen) herauszufordern. Die WM soll im Rahmen der Weltausstellung Expo in Dubai Ende des Jahres stattfinden.

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