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Schach-Kandidatenturnier : Alle patzen - außer Anand

  • Aktualisiert am

Gute Stellung: Viswanathan Anand Bild: dapd

Viswanathan Anand hat beste Chancen auf eine Revanche gegen Schach-Weltmeister Magnus Carlsen. Beim Kandidatenturnier führt er nach neun von 14 Runden mit einem Punkt Vorsprung.

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          Der Inder Viswanathan Anand hat beim Kandidatenturnier im russischen Ort Chanty-Mansijsk mit sechs Punkten aus neun von 14 Runden einen komfortablen Vorsprung und beste Chancen auf eine Revanche gegen Schach-Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen). Während Anand gegen den Bulgaren Wesselin Topalow seine dritte Gewinnpartie schaffte, unterlag der zuvor punktgleiche Lewon Aronjan aus einer zunächst vielversprechenden Stellung dem Aserbaidschaner Schachrijar Mamedscharow.

          Auch der ehemalige Weltmeister Wladimir Kramnik verlor gegen seinen russischen Landsmann Sergei Karjakin und fiel zurück. „Anand spielt hier klar besser als alle anderen, und er patzt nicht“, sagte Kramnik. Alle außer dem Inder haben bereits mindestens zwei Partien verloren. Seine schwerste Aufgabe im zweiten Durchgang mit Schwarz gegen Aronjan hatte er am Samstag gemeistert. Nach einem ungewöhnlichen dritten Zug des Armeniers entschloss sich Anand zu einem Bauernopfer. Nach nicht einmal 20 Zügen lenkte Aronjan in ein Zugwiederholungsremis ein: Der Stress sei ihm zu viel geworden.

          Das Kandidatenturnier mit acht Teilnehmern wird noch bis 30. März als doppeltes Rundenturnier ausgetragen. Sieger und somit Herausforderer des Weltmeisters wird der Spieler mit den meisten Punkten. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich der punktgleichen Spieler.

          Schach-Kandidatenturnier

          Zwischenstand nach 9 von 14 Runden
          1. Viswanathan Anand (Indien) 6 Punkte
          2. Lewon Aronjan (Armenien) 5
          3. Wladimir Kramnik (Russland) 4,5
          4. Sergei Karjakin (Russland) 4,5
          5. Schachrijar Mamedscharow (Aserbaidschan) 4,5
          6. Pjotr Swidler (Russland) 4
          7. Dmitri Andreikin (Russland) 4
          8. Wesselin Topalow (Bulgarien) 3,5

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