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Handball-Bundesliga : Magdeburg bleibt Kieler Angstgegner – TV-Panne sorgt für Ärger

  • Aktualisiert am

THW-Trainer Filip Jicha hadert mit der Leistung seiner Mannschaft beim Spitzenspiel in Magdeburg. Bild: dpa

Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga setzt sich der SC Magdeburg denkbar knapp gegen den THW Kiel durch – und setzt damit eine beeindruckende Serie fort. Die dramatischen Schlusssekunden sind für die meisten Fernsehzuschauer indes nicht zu sehen.

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          Der SC Magdeburg hat das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga gegen den THW Kiel mit 32:31 (18:19) gewonnen und dem Rekordmeister die erste Saisonniederlage zugefügt. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert eroberte am Samstag somit die Tabellenführung zurück. Zugleich bliebt der SCM der Angstgegner vom THW. Immerhin siegten die Norddeutschen zum letzten Mal in Magdeburg im April 2015 – damals stand Kiels Trainer Filip Jicha noch als Spieler auf dem Feld. Bester SCM-Werfer war Michael Damgaard (6 Tore), bei Kiel traf Niclas Ekberg (11/4) am besten.

          Vor 6600 Zuschauern in der Getec-Arena begann der SCM furios mit 4:1 (5.). „Für mich sind die Magdeburger ein Meisterschaftskandidat“, sagte der ehemalige Nationalspieler Stefan Kretzschmar zuletzt. Nicht in der Halle, weil im Spanien-Urlaub, war an seinem 60. Geburtstag Alfred Gislason, der beide Teams zum Champions-League-Sieger formte. Die erste Vier-Tore-Führung schaffte der SCM dank Damgaard (10:6/13.).

          Offener Schlagabtausch

          Jicha („Das ist eine der schwersten Auswärtshallen der Welt“) stellte seine Abwehr offensiver auf 3:2:1 um. Das zeigte Wirkung. Dann zahlte sich der Torwartwechsel bei Kiel aus, der frühere Magdeburger Dario Quenstedt parierte mehrmals – Kiel schaffte beim 19:18 erstmals die Führung (29.).

          Nach dem Wechsel war es ein offener Schlagabtausch, Kiel legte immer ein oder zwei Tore vor, Magdeburg glich aus (24:24/43.). Die Vorentscheidung fiel in der 48. Minute: Magdeburg gelang ein Vier-Tore-Lauf vom 24:26 zur 28:26-Führung. Keeper Niklas Landin hielt mit zwei gehaltenen Siebenmetern den THW im Spiel, den dritten versenkte Nationalspieler Matthias Musche aber zum 31:29 (57.).

          Für Ärger bei einigen Fernsehzuschauern sorgte darüber hinaus eine Panne der ARD, die das Topspiel übertrug: Kurz vor Schluss beendete der TV-Sender kurzerhand die Übertragung des Livespiels beim Stand von 32:30 für Magdeburg vorzeitig. Statt der dramatischen Schlussphase waren die Werbung und dann die Ziehung der Lottozahlen zu sehen. Die ARD entschuldigte sich via Twitter für die Panne, die den Unmut vieler Zuschauer hervorrief. „Liebe Handball-Fans! Wir bitten aufrichtig um Entschuldigung, dass Sekunden vor dem Ende des dramatischen Live-Spiels Magdeburg - Kiel offenbar aufgrund technischer Probleme in die Werbung geschaltet wurde. Wir analysieren derzeit den Fehler“, hieß es in einem Tweet der Sportschau.

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