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Kiels Sagosen schwer verletzt : „Es sah richtig schlimm aus“

  • Aktualisiert am

Sander Sagosen schleppt sich von der Platte. Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Der THW Kiel gewinnt das Nordderby in der Handball-Bundesliga gegen den Hamburger SV. Der Kieler Sander Sagosen verletzt sich dabei schwer – und fällt nun monatelang aus.

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          Der THW Kiel und die Füchse Berlin haben ihren Zweikampf um den verbleibenden Platz in der Champions League fortgesetzt. Der Rekordmeister gewann am Sonntag in eigener Halle das Bundesliga-Nordderby gegen den HSV Hamburg mit 29:22 (16:8) und festigte so den zweiten Platz. Die Berliner bleiben nach dem 35:25 (18:15) über den TSV GWD Minden Dritter.

          Überschattet wurde die Partie in der erstmals seit drei Jahren wieder mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Kieler Arena durch die Verletzung des THW-Spielers Sander Sagosen. Der Norweger knickte in der neunten Minute um und musste mit dem Verdacht auf eine Fraktur im linken Sprunggelenk vom Feld. „Ich bin traurig. Wir kennen die Diagnose nicht, aber es sah richtig schlimm aus“, sagte Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak zunächst.

          Gips für Sagosen

          Wie der THW später mitteilte, bestätigte sich der Verdacht auf eine Fraktur im linken Sprunggelenk. Außerdem zog sich der Norweger einen Riss des Syndesmosebandes zu. „Mit dieser Art der Verletzung wird Sander zwischen sechs und acht Monaten ausfallen“, sagte Mannschaftsarzt Frank Pries. Der Fuß sei zur vorübergehenden Ruhigstellung in Gips gelegt worden.

          Sportlich sorgte Kiel von Beginn an für klare Verhältnisse. Den Acht-Tore-Vorsprung zur Pause baute THW-Linksaußen Rune Dahmke in der 41. Minute auf 22:10 aus. Der Hamburger Kreisläufer Manuel Späth absolvierte sein 500. Bundesligaspiel.

          Die Füchse hatten gegen die abstiegsbedrohten Mindener zunächst Probleme. Noch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Ostwestfalen beim 17:18 (32.) in Schlagdistanz. Mit zwei Treffern hintereinander sorgte der elffache Berliner Torschütze Hans Lindberg erstmals für einen klaren Vorsprung, der immer weiter ausgebaut wurde.

          Die viertplatzierte SG Flensburg-Handewitt musste dagegen eine 25:30 (13:14)-Niederlage beim TBV Lemgo Lippe hinnehmen. Bei den ohnehin personell gebeutelten Norddeutschen hatten Hampus Wanne und Teitur Einarsson die Reise ins Lipperland nicht mit angetreten. Die TSV Hannover-Burgdorf feierte einen 28:27 (10:13)-Sieg gegen den HC Erlangen.

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