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Giro d’Italia : Russe Sakarin siegt bei erster Bergankunft

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Sieger im Schnee: Ilnur Zakarin gewinnt in Ceresole Reale. Bild: EPA

Ein Tag der Leiden für Giro-Favorit Primoz Roglic: Der Slowene rettet das Rose Trikot bei der ersten Bergankunft knapp ins Ziel. Ein Russe überrascht am Berg.

          Der Russe Ilnur Sakarin hat die erste Bergankunft des 102. Giro d“Italia nach einer Solofahrt gewonnen. Der 29 Jahre alte Radprofi vom Team Katusha-Alpecin triumphierte nach 196 km zwischen Pinerolo und dem Lago Serru in über 2200 Meter Höhe auf dem bisher schwierigsten Teilstück der diesjährigen Italien-Rundfahrt. Nach dem langen Schlussanstieg hatte Sakarin 35 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Mikel Nieve (Mitchelton-Scott).

          Top-Favorit Primoz Roglic (Slowenien/Jumbo-Visma) kam an der Seite seines italienischen Hauptkonkurrenten Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) mit einem Rückstand von 2:57 Minuten auf Sakarin an. Das Maglia Rosa des Gesamtführenden behauptete nach großem Kampf der Slowene Jan Polanc (UAE Team Emirates), der 4:39 Minuten nach dem Tagessieger das Ziel erreichte.

          Sakarin verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Rang drei und rutschte bis auf 31 Sekunden an Roglic heran, der sich weitgehend auf Nibali fixierte und im Finale keine Unterstützung seiner Mannschaft mehr hatte. Auch der Spanier Mikel Landa (Movistar) fuhr als Tagesdritter einige Zeit auf Roglic heraus.

          Für die Katusha-Mannschaft war es ein seltener Erfolgsmoment in einer turbulenten Saison, die ihren Tiefpunkt vor zwei Wochen in der Vertragsauflösung mit Top-Sprinter Marcel Kittel erreichte. „Ich hatte keinen Plan, ich habe einfach mein Bestes gegeben und das kam dabei heraus“, sagte Sakarin.

          Prüfung für Roglic

          Auf dem Abschnitt mit über 5000 Höhenmetern und über 50 km Steigung waren die Verlierer des Tages der Kolumbianer Miguel Angel Lopez (Astana) und der britische Vuelta-Sieger Simon Yates (Mitchelton-Scott), die beide wertvolle Zeit verloren. Der Eisenhüttenstädter Roger Kluge (Lotto-Soudal), der seinem Kapitän Caleb Ewan aus Australien zu zwei Etappensiegen verholfen hatte, ging am Freitag nicht mehr an den Start.

          Roglics Mannschaft mit dem Rostocker Paul Martens wurde auf Herz und Nieren geprüft, nachdem am Donnerstag schon die erste Bergetappe gezeigt hatte, dass der Slowene in den Bergen mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist. Dieser Eindruck bestätigte sich. „Es gab viele Attacken, das wird so weitergehen“, sagte Jumbo-Sportdirektor Jan Boven bei Eurosport.

          Am Samstag sind auf den 131 km zwischen Saint Vincent und Courmayeur am Mont-Blanc-Massiv die nächsten Angriffe der Favoriten zu erwarten. Roglic wird sich aufs Neue einiger Attacken erwehren müssen. Vier Bergwertungen der ersten und zweiten Kategorie sind zu bewältigen und auch zum Ziel ist noch eine Steigung zu meistern. Die Konturen des Gesamtklassements werden sich weiter schärfen.

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