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Lernen vom Rudern : Wachsen im Achter

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„Das Ruderwunder von Rom 1960“: Der Deutschland-Achter holt OIympia-Gold in Rom. Bild: Picture-Alliance

Karl Adam war einer der bedeutendsten deutschen Trainer. Er ist lange tot – doch noch immer wirkt er in seinem 85 Jahre alten Musterschüler Hans Lenk fort. Das muss der Traum eines Pädagogen sein!

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          Vor ein paar Tagen hielt Hans Lenk vor emeritierten Karlsruher Professoren einen Internetvortrag zum Thema „Das Ruderwunder von Rom 1960“ – also sein Olympiasieg mit dem Deutschland-Achter. Das ist lange her. Aber der 85 Jahre alte Philosophie-Professor leuchtete. Der Triumph von damals hat ihn geprägt. Er war nur möglich unter Anleitung eines der bedeutendsten Trainer, die Deutschland je hervorgebracht hat: von Karl Adam aus Ratzeburg.

          Adam war Lenks Vaterfigur, Klassenlehrer, Trainer und Mentor, er gab ihm Leitgedanken an die Hand, die er immer befolgte. Und nicht nur ihm, sondern einer ganzen Ruderer-Generation. Adam ist schon 45 Jahre tot – und noch immer wirkt er in seinen Schülern fort.

          Das muss der Traum eines Pädagogen sein! Als der alte Herr genug geschwärmt hatte vom „Ruder-Achter als Mannschaft an sich“ und der „höchstmöglichen formgleichen Zusammenarbeit“, da holte er übrigens noch folgende Weisheit aus dem 19. Jahrhundert hervor: „Überlasse dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen. Rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.“ Wir finden: Das gilt auch außerhalb von Achtern.

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