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Neuer Ärger bei Ruderern : „Unterste Schublade“

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Bundestrainerin Brigitte Bielig: „Unser langfristiger Aufbau geht bis 2028.“ Bild: dpa

Bundestrainerin Bielig kritisiert Ruder-Weltmeister Zeidler, der den Verband massiv angegriffen hatte. Nun soll eine Beratungsagentur zur Problemlösung hinzugezogen werden.

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          Ruder-Bundestrainerin Brigitte Bielig hat Einer-Weltmeister Oliver Zeidler wegen dessen Rundumschlags gegen den Verband scharf kritisiert. Sie habe „tatsächlich auch individuelle Gespräche geführt“, aber von strukturellen Problemen oder personellen Konsequenzen habe sie „aus seinem Mund nie etwas gehört“, sagte Bielig der Sächsischen Zeitung: „Ich muss schon sagen, das war unterste Schublade.“

          Zeidler hatte den Deutschen Ruderverband (DRV) rund um die enttäuschende Heim-EM öffentlich massiv kritisiert und vor der WM in der vergangenen Woche betont, er habe seine Kritik auch „intern bereits mehrmals angesprochen“. Bei der für den DRV historisch schwachen WM im tschechischen Ort Racice holte der 26-Jährige mit Gold die einzige deutsche Medaille in den olympischen Bootsklassen.

          Langfristiger Aufbau bis 2028

          „Wir haben so viel neu angestoßen, dass das auch Zeit braucht, um wirksam zu werden, das sehen viele nicht“, sagte Bielig, die das Hinzuziehen einer Beratungsagentur zur Problemlösung begrüßt. Die 64 Jahre alte Dresdnerin hatte den Posten im Oktober 2021 angetreten, war aus der U23 aufgestiegen. Die Komplexität außerhalb des sportlichen Bereichs habe sie unterschätzt: „Ich habe nicht gewusst, dass da so viel Politik drin ist. Jeder Verein denkt, er hat ein Mitspracherecht, weiß es besser und muss uns erklären, wie alles geht. Ich höre gern zu, aber das geht über Grenzen.“

          Laut Bielig benötigt der Verband Zeit, um wieder den Anschluss an die Weltspitze herzustellen. Für die Sommerspiele in Paris 2024 sei das Ziel nicht, „dass wir das Ergebnis von Olympia groß verbessern können“, sagte Bielig: „Wenn wir die zwei Medaillen von Tokio 2021 wieder erreichen, hätten wir unser Ziel erreicht. Unser langfristiger Aufbau geht bis 2028.“

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