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Saisonende für Schweizer Star : Federer kann 2020 kein Tennis mehr spielen

  • Aktualisiert am

Roger Federer wird erst im kommenden Jahr auf den Tennisplatz zurückkehren. Bild: Reuters

Schon vor der Corona-Pause musste sich Roger Federer operieren lassen. Mit der Wiederaufnahme der Turniere wollte der Schweizer zurückkehren. Doch daraus wird nichts. Federer muss eine lange Pause einlegen.

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          Roger Federer kehrt erst im kommenden Jahr auf die große Tennis-Bühne zurück. Das teilte der Schweizer Star am Mittwochmorgen in einer Erklärung bei Twitter mit. „Ich freue mich, alle zum Tourstart 2021 wiederzusehen“, schrieb Federer. Er habe vor ein paar Wochen bei seiner ersten Rehabilitation einen Rückschlag erlitten, die einen operativen Eingriff am rechten Knie nötig gemacht habe. „Nun möchte ich mir die nötige Zeit nehmen, um wieder auf mein höchstes Level zu kommen.“ Schon beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne im Januar 2020 klagte Federer über körperliche Beschwerden, die ihn auch bei der Halbfinal-Niederlage gegen den späteren Turniersieger Novak Djokovic behinderten.

          Der 38 Jahre alte Federer erinnerte in seiner Mitteilung an das Jahr 2017. Auch damals kam er nach längerer Verletzungspause zurück und legte eine enorm starke Saison hin mit zwei Grand-Slam-Turnier-Titeln bei den Australien Open und in Wimbledon. Federer hatte sich im Februar erstmals am Knie operieren lassen müssen und wollte nach einer Pause im Juni 2020 bei den French Open wieder spielen. Die Corona-Krise machte diesen Plan aber schon vor Wochen zunichte. Die Tennis-Tour ist derzeit bis mindestens Ende Juli ausgesetzt.

          Die Entscheidung, ob die US Open der Tennisprofis in diesem Jahr trotz der Corona-Krise stattfinden, steht derweil kurz bevor. An diesem Mittwoch will die ATP die Spieler in einem virtuellen Meeting über den aktuellen Stand der Dinge informieren. Dabei soll auch ein Verantwortlicher der US Open zugeschaltet werden. Das Event in New York ist vom 31. August bis 13. September geplant. Bislang haben die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers in Flushing Meadows eine Entscheidung für den Beginn der kommenden Woche angekündigt. Die weltweite Tennis-Tour ist derzeit bis zum 31. Juli ausgesetzt.

          Nachdem es lange Zeit danach aussah, als sei eine Austragung im von der Coronavirus-Pandemie ganz besonders schwer getroffenen New York ausgeschlossen, gibt es nun Anzeichen, dass das Turnier doch stattfinden soll. „Mein Gefühl sagt mir, dass sie es austragen“, sagte Deutschlands Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann am Dienstag in Großhesselohe, wo der Bundestrainer den Auftakt der Turnierserie des Deutschen Tennis Bundes verfolgte. „Da geht es wohl auch stark um finanzielle Interessen.“

          Zuletzt waren Pläne durchgesickert, dass der amerikanische Tennisverband USTA vor den US Open auch das Masters-Event von Cincinnati in New York austragen will – quasi als Probelauf für die US Open. Die Spielerinnen und Spieler sollen für insgesamt vier Wochen in Flughafenhotels untergebracht sein und keinen Zugang nach Manhattan haben. Zudem soll jeder Profi nur einen Trainer oder Betreuer mit auf die Anlage nehmen dürfen.

          Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hatte diese Pläne heftig kritisiert. Auch Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien sieht die Ideen kritisch. „Ich bin gespannt, was sie uns morgen mitteilen“, sagte Doppelspezialist Kevin Krawietz. Sollten die Veranstalter Grünes Licht für das Turnier geben, wollen er und sein Doppelpartner Andreas Mies dabei sein. „Wenn sie sagen, es wird gespielt, dann fliegen wir rüber und sind dabei“, sagte Krawietz. Roger Federer wird dann nicht dabei sein.

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