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Robert Harting : Freuden in Leiden

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Robert Harting gewinnt in Leiden Bild: dpa

Zwei Olympia-Hoffnungen – zwei Siege. Eine Woche vor den deutschen Meisterschaften setzen Robert Harting und Christina Schwanitz Signale. Am anderen Ende der Welt kommt auch ein Superstar in Schwung.

          Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting hat auf seiner Comeback-Tour den ersten Sieg gefeiert, auch Kugelstoß- Weltmeisterin Christina Schwanitz kehrte mit einer passablen Leistung in den Ring zurück. Harting gewann am Samstag die Konkurrenz im südniederländischen Leiden mit 65,37 Metern und kam bis auf 60 Zentimeter an seinen Saisonbestwert heran.

          Der 31 Jahre alte Berliner will sich am kommenden Sonntag in Kassel den deutschen Meistertitel von seinem jüngeren Bruder Christoph zurückholen. Schwanitz siegte bei den Mitteldeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Gotha mit 19,05 Metern.

          Dennoch war Harting, der nach 21-monatiger Wettkampfpause erst Anfang Juni sein Stadioncomeback gegeben hatte, nicht zufrieden. „Kein Ende des Leidens in Leiden“, schrieb der dreimalige Weltmeister auf Facebook. „So werde ich mir jetzt in Kassel was holen, was mir durch den Kreuzbandriss genommen wurde.“ Er freue sich auf den Kampf um die Olympia-Tickets.

          Schwanitz stieß die Kugel zweimal 19,05 Meter weit und konnte mit ihrem Comeback nach neunmonatiger Verletzungspause zufrieden sein. Die Olympia-Norm (17,75 m) hakte sie in Thüringen bereits mit dem ersten Versuch (18,30 m) ab.

          Christina Schwanitz jubelt über ihren Sieg

          2015 war ihr Jahr, doch Anfang 2016 verletzte sich die 30-Jährige vom LV 90 Erzgebirge. Erst seit sieben Wochen kann die Weltmeisterin aus Sachsen wieder trainieren. Für ein großes Ziel. „Ich hab' schon den sehr starken Wunsch, noch ein bisschen Geschichte zu schreiben“, hatte Schwanitz vor ihrem Comeback gesagt. „Olympia ist ganz klar das Ziel, und es ist ein realistisches Ziel.“

          Zwei Monate vor den Sommerspielen in Rio hat Supersprinter Usain Bolt seiner Konkurrenz ein Warnsignal geschickt: Der sechsmalige Olympiasieger aus Jamaika gewann die 100 Meter am Samstag (Ortszeit) in Kingston in 9,88 Sekunden. „Es war nicht das perfekte Rennen, aber ich konnte gewinnen“, meinte der 29-Jährige, der wie so oft keinen guten Start erwischte.

          Bolt hielt seine Landsleute Nickel Ashmeade (9,94), Yohan Blake (9,94) und Asafa Powell (9,98) auf Distanz. Zur Weltjahresbestzeit von Europarekordler Jimmy Vicaut (Frankreich/9,86) fehlten ihm nur zwei Hundertstelsekunden.

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