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Ringen : Bundesliga droht Zerreißprobe

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Ringen um die Zukunft der Bundesliga: Die Vereine begehren gegen den DRB auf Bild: Wonge Bergmann

Ringen um die Zukunft der Bundesliga: 12 von 13 Bundesligaklubs proben den Aufstand gegen den Deutschen Ringer-Bund. Sie fordern mehr Mitbestimmung. Der ASV Mainz 88 setzt als einziger Verein weiter auf eine gemeinschaftliche Lösung.

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          Eigentlich steht das deutsche Ringen vor den schönsten Festwochen des Jahres: Die Playoffs gehen am Wochenende mit den Halbfinal-Hinkämpfen zwischen Mainz 88 und ASV Nendingen sowie SV Weingarten gegen ASV Köllerbach in die heiße Phase: Aber nebenbei steht der deutsche Ringersport vor einer Zerreißprobe. 12 der 13 für die kommende Saison qualifizierten Bundesligaklubs haben am Freitag zwar fristgemäß, aber nur unter Vorbehalt ihre Meldung für die nächste Bundesliga-Saison abgegeben. Gefordert wird in verschiedenen Fragen ein Mitspracherecht, etwa bei Strukturen, Änderungen der Gewichtsklassen oder dem Einsatz von Ausländern. Die Spitze des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) will nach Ansicht der Erstligisten aber darauf nicht eingehen.

          „Wir sind zwar immer gesprächsbereit. Wenn jedoch beide Seiten hart bleiben, dann droht dem Ringen das Ende der Bundesliga“, sagte Manager Bernd Fassbender vom früheren deutschen Meister Luckenwalder SC. Denkbar wäre für ihn auch eine Liga in eigener Regie.

          Ringen um die Bundesliga

          Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben mehrere Vereine Briefe an DRB-Präsident Manfred Werner geschrieben. Sie fordern darin „nicht nur Mitsprache, sondern Mitbestimmung“. Zudem wollten die Erstligavertreter die Meldefrist bis zur Bundesliga-Tagung am 14. Februar verlängern. Der Ringer-Bund verweist auf die gültigen Statuten und kündigte organisatorische und verbandsstrafrechtliche Maßnahmen an, falls Vereine nicht ordnungsgemäß melden. Das DRB-Präsidium hat für das Wochenende eine Tagung angesetzt.

          Als einziger Verein hat der ASV Mainz 88 sich dem Protest nicht angeschlossen, weil der deutsche Meister von 2013 weiter auf eine gemeinschaftliche Lösung hofft. „Wir sehen auch Verbesserungspotential, aber aktuell keine Alternative zu den bestehenden Strukturen. Wir fühlen uns zudem Sponsoren und Sportlern verpflichtet und wollen uns deshalb an die bestehenden Strukturen halten“, sagte Sportdirektor Baris Baglan auf Nachfrage von FAZ.NET. „Es nutzt nicht zu jammern, sondern das Beste draus machen.“

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