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Trennung nach sieben Monaten : Rhein-Neckar Löwen entlassen Handball-Trainer

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Nicht länger Trainer in der Handball-Bundesliga: Kristjan Andresson Bild: dpa

Mitten in einer großen sportlichen Misere trennen sich die Rhein-Neckar Löwen vom Trainer. Die Geschäftsführerin will einen neuen Impuls. Für das Europapokal-Spiel muss improvisiert werden.

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          Die Rhein-Neckar Löwen haben die Zusammenarbeit mit Trainer Kristjan Andresson schon nach sieben Monaten beendet und damit auf ihre sportliche Krise reagiert. Der 38 Jahre alte Isländer werde „mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt“, teilte der Handball-Bundesligaklub am Samstag mit. „Wir bedauern diesen Schritt, sehen ihn aber als notwendig an, um unserer Mannschaft für den Rest der laufenden Saison einen neuen Impuls zu geben“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann in der Mitteilung.

          Schon im EHF Cup am Sonntag (12.00 Uhr) wird Andresson daher nicht mehr auf der Bank sitzen. Beim Auswärtsspiel im spanischen Cuenca wird das Team stattdessen vom Sportlichen Leiter Oliver Roggisch und Michel Abt, dem Trainer der zweiten Mannschaft, betreut. Der frühere schwedische Nationaltrainer Andresson war erst im Sommer auf Nikolaj Jacobsen gefolgt, der von 2014 bis 2019 eine erfolgreiche Ära in Mannheim geprägt hatte.

          „Nach der Analyse des bisherigen Saisonverlaufes und der negativen Entwicklung sind wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat zu dem Entschluss gekommen, uns von Kristjan Andresson zu trennen“, sagte Kettemann. Die Löwen, die 2016 und 2017 noch den Titel als deutscher Meister eroberten, haben in diesem Jahr keines ihrer drei Bundesliga-Spiele gewonnen und befinden sich auf Tabellenrang sechs liegend deutlich hinter den eigenen Erwartungen.

          Wie es nach der Partie am Sonntag auf dem Trainerposten weitergeht, ließ der Verein nach der Ablösung von Andresson zunächst offen. Der in Schweden geborene Isländer hatte bei den Löwen eigentlich einen gültigen Vertrag bis 2022. In der Bundesliga werden die ersten Aufgaben für einen möglichen neuen Trainer nicht einfacher: In den nächsten Wochen geht es unter anderem zuhause gegen den Tabellendritten TSV Hannover-Burgdorf (29. Februar) und zu Spitzenreiter THW Kiel (8. März).

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