https://www.faz.net/-gtl-80266

NBA : Rechtehandel um Nationalspieler Pleiß

  • Aktualisiert am

Hartes Basketballer-Leben: Die Spielrechte an Tibor Pleiß (r.), hier im Trikot des FC Barcelona, wurden von Oklahoma City Thunder an Utah Jazz abgegeben Bild: AFP

Die Rechte am deutschen Basketball-Spieler Tibor Pleiß, der in Barcelona spielt, wechseln am „Trade-Deadline-Day“ in der NBA von Oklahoma nach Utah. Nowitzki verliert mit Dallas deutlich.

          2 Min.

          Die Oklahoma City Thunder (OKC) haben ihre Rechte an Basketball-Nationalspieler Tibor Pleiß an die Utah Jazz abgegeben. Am Donnerstag, dem letzten Tag der Wechselfrist in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA, war Pleiß Teil eines mehrere Akteure umfassenden Tausches. Der 2,18 Meter große Center spielt derzeit in Barcelona, bei den Katalanen hatte er im August einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

          Von den New Jersey Nets wurde der mittlerweile 25 Jahre alte Rheinländer 2010 an 31. Stelle gedraftet. Anschließend haben die Nets die Rechte an seinen Spielfähigkeiten über die Atlanta Hawks nach Oklahoma weitergegeben. In einem Interview mit dem deutschen Sportportal „spox“ hatte Pleiß im November letzten Jahres erklärt, dass die Oklahoma City Thunder regelmäßig den Austausch mit ihm suchen würden und „damit hoffentlich auch das Interesse, mich doch noch rüberzuholen“ bestünde.

          Diese Hoffnung setzt Pleiß jetzt zwangsläufig in die Utah Jazz. Die sind im Vergleich zu Oklahoma weniger ambitioniert und in Utah ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Tibor Pleiß eine Chance erhält, sich in der NBA zu beweisen.

          Nowitzkis Mavericks unterliegen deutlich in Oklahoma

          Oklahoma hat im Zuge des „Trade-Deadline-Days“ nicht nur die Rechte an Pleiß abgegeben, sondern auch Point Guard Reggie Jackson und Center Kendrick Perkins gegen eine Reihe anderer Spieler getauscht. All das hinderte OKC aber nicht daran, dem Team von Dirk Nowitzki am Donnerstag (Ortszeit), in der ersten Partie nach dem All-Star-Spiel, eine deutliche Niederlage zuzufügen. Die Oklahoma City Thunder besiegten die Dallas Mavericks mit 104:89. Nowitzki war mit 14 Punkten noch der beste Werfer bei den Gästen, die aus dem Feld ihre bisher schlechteste Trefferquote in dieser Saison (36,3 Prozent) verzeichneten. „Wir haben angefangen, ein bisschen zu viel mit uns selbst zu schimpfen, statt einfach zu spielen und dagegenzuhalten“, sagte Nowitzki. „Nach der Pause ist es manchmal hart. Manchmal waren wir ein bisschen schlampig.“

          Trotz der Niederlage ist Dallas in der Western Conference der Liga noch Sechster, Oklahoma folgt auf Rang acht.  Überragender Akteur war Russell Westbrook mit 34 Punkten, der schon beim All-Star-Spiel am vergangenen Wochenende in New York als wertvollster Spieler ausgezeichnet worden war. Der kürzlich von den New York Knicks zu Dallas gewechselte Amar’e Stoudemire stand noch nicht im Kader der Mavericks. Über einen Einsatz des sechsmaligen All-Star-Spielers war in den vergangenen Tagen in amerikanischen Medien spekuliert worden.

          Garnett kehrt zurück nach Minnesota

          Nicht nur die Oklahoma City Thunder und die Utah Jazz, sondern auch weitere Teams der NBA haben in komplizierten Wechselverfahren Spieler ausgetauscht. Der prominenteste Transfer ist der des 15maligen All-Star-Spieler Kevin Garnett, der im Tausch gegen Thaddeus Young von den Brooklyn Nets zu den Minnesota Timberwolves wechselte.

          Der heute 38 Jahre alte Garnett wurde 1995 von den Timberwolves in die NBA geholt, spielte zwölf Jahre in Minnesota und gilt als beliebtester Spieler der Teamgeschichte. 2006 wechselte er nach Boston und seitdem schafften es die Timberwolves nicht mehr in die Playoffs.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demonstranten auf dem Puschkin-Platz in Moskau am Samstag

          Demonstrationen für Nawalnyj : „Putin ist ein Dieb!“

          Zehntausende Menschen protestieren am Samstag gegen den russischen Staatspräsidenten und für die Freilassung Alexej Nawalnyjs. Die Staatsmacht geht hart gegen die friedlichen Demonstranten vor.
          Fertigungsstrecke von Geely in der chinesischen 6-Millionen-Einwohner-Metropole Ningbo.

          Autos aus Fernost : Chinas Einheitsfront gegen VW und Tesla

          Wie von Peking gewünscht, knüpft Milliardär Li Shufu ein Netzwerk mit chinesischen Technologiegiganten, um das Auto der Zukunft zu bauen. Auch Daimler darf helfen beim Projekt Welteroberung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.