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Radsport-WM : Regenchaos bei Zeitfahren

  • Aktualisiert am

„Very british“: Starkregen beeinträchtigt das Einzelzeitfahren der Junioren bei der Radsport-WM Bild: AFP

Grenzwertige Bedingungen bei der Radsport-WM: Ein Fahrer legt sogar eine Schwimmeinheit in einer tiefen Pfütze ein. Die deutschen Hoffnungen versinken in den Wassermassen.

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          Im Regen von Yorkshire sind die deutschen Medaillenhoffnungen weggespült worden. Lisa Klein (Erfurt) erreichte beim Sieg der überragenden Amerikanerin Chloe Dygert im Einzelzeitfahren der Straßenrad-WM am Dienstag immerhin den fünften Platz, die ehemalige Titelträgerin Lisa Brennauer (Durach) fuhr auf Platz zehn.

          Heftige Regenfälle hatten den Zeitplan durcheinandergewirbelt und vor allem bei den U23-Männern für ein heftiges Chaos mit spektakulären Stürzen gesorgt. Das Frauen-Rennen war mit einer halbstündigen Verspätung gestartet worden, damit Wasserpfützen abgepumpt werden konnten. Dazu wurden Helfer mit Gelben Flaggen bei Gefahrenpunkten auf der Strecke postiert.

          Im Gegensatz zum Sonntag, als Klein und Brennauer Silber im Mixed-Teamzeitfahren holten, war diesmal ein Podestplatz außer Reichwerte. Klein wurde mit einem Rückstand von 2:40 Minuten auf die alles überragende Dygert gemessen, Brennauer war nach 30,3 Kilometern von Ripon nach Harrogate 3:19 Minuten langsamer als die Siegerin. Silber und Bronze ging an das niederländische Duo Anna van der Breggen und Annemiek van Vleuten, das aber auch jeweils mehr als eine Minute auf Dygert verlor.

          Schwimmeinheit in einer tiefen Pfütze

          Schon im Einzelzeitfahren der U23-Männer über die gleiche Distanz gingen die deutschen Starter leer aus. Die beiden deutschen Starter Miguel Heidemann (Darmstadt) und Juri Hollmann (Berlin) landeten abgeschlagen auf den Plätzen 25 und 33. Den Sieg holte sich zum dritten Mal in Serie der Däne Mikkel Bjerg. Dahinter fuhren die beiden Amerikaner Ian Garrison (26,45 Sekunden zurück) und Brandon McNulty (+27,69) auf die Plätze zwei und drei.

          Spektakuläre Stürze sorgten dabei für Aufsehen. Der Däne Johan Price-Pejtersen legte bei seinem fulminanten Abflug sogar eine kleine Schwimmeinheit in einer tiefen Pfütze ein, der Ungar Attila Valter rutschte fast 30 Meter die Straßen entlang. U23-Bundestrainer Ralf Grabsch nannte die Bedingungen „grenzwertig.“

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