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Schwerer Unfall in Polen : Radrennen ungebremst

  • -Aktualisiert am

Dylan Groenewegen steht als Unfallverursacher am Pranger. Bild: AFP

Nach dem schlimmen Unfall beim Rennen in Polen wird die Schuld individualisiert. Das ist typisch, wenn Organisationen oder Systeme geschützt werden sollen. So steuert man ungebremst auf den nächsten schweren Unfall zu.

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          Die Wut auf den Radrennfahrer Dylan Groenewegen ist verständlich. Wie kann er nur bei Tempo 80 einen Kollegen in die Streckenbegrenzung drängen? Als wüsste er nicht, wie gefährlich es ist, bei dieser Geschwindigkeit zu stürzen, wie verletzlich sie alle sind mit ihrem Helmchen auf dem Kopf und einem Millimeter Stoff um Schultern und Hüften.

          Das Ziel, den Sieg bei der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt vor Augen, hat der Niederländer seinem Ehrgeiz alles untergeordnet, den Sturz sowie die Verletzung seines Landsmanns Fabio Jakobsen billigend in Kauf genommen. Kein Wunder, dass Teamkollegen und der Teamchef des Schwerverletzten eine lebenslange Sperre fordern, gar eine Gefängnisstrafe. Sie wollen Groenewegen nicht mehr um sich wissen in diesen heiklen Sprintphasen. Sie sehen ihn als Gefahr für Leib und Leben.

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