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Radsport : Schumachers Coup am Cauberg

  • Aktualisiert am

Schumacher feiert seinen Sieg Bild: AP

Stefan Schumacher und Davide Rebellin haben dem Team Gerolsteiner einen Doppelsieg beim Amstel Gold Race beschert. Radprofi Schumacher holte nach 252,2 km mit einer Solo-Vorstellung den Sieg auf dem Cauberg.

          Eindrucksvoller Doppelsieg für das Team Gerolsteiner: Radprofi Stefan Schumacher aus Nürtingen gewann am Sonntag nach 252 Kilometern das Amstel Gold Race mit wenigen Sekunden Vorsprung vor seinem Team-Kollegen Davide Rebellin aus Italien, der damit die Gesamtführung in der ProTour-Wertung übernahm.

          Schumacher, der sich bei einem Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt am Knie verletzt hatte, attackierte aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe zwei Kilometer vor dem Ziel auf dem Cauberg. Der 25-jährige hatte die Kraft durchzuziehen, obwohl er sich auf dem steilen, von zehntausenden Fans gesäumten Anstieg noch verschaltete. Nach Erik Zabel und Olaf Ludwig ist Schumacher der dritte deutsche Sieger beim Amstel Gold Race, das seit 1966 gefahren wird.

          „Ich bin überglücklich“

          „Das war das perfekte Finale. Besser kann man es wohl nicht machen. Wir waren mit Davide zu zweit, und es war klar, dass wir es nicht auf einen Sprint der Sieben ankommen lassen wollten. Zum Glück hat meine Kraft gereicht, nachdem ich angetreten hatte. Die vier Tage Ruhepause nach meiner Knie-Verletzung taten mir für dieses Rennen gut - ich bin überglücklich“, sagte Schumacher, der damit auch Ende September bei der WM vor seiner Haustür in Stuttgart zu einem der Topfavoriten zählt. Im Vorjahr war der Schwabe durch zwei Etappensiege beim Giro d'Italia in die Weltspitze gefahren.

          Die Wunden an Knie und Ellenbogen behinderten ihn nicht

          Die erste aussichtsreiche Ausreißergruppe hatte sich 45 Kilometer vor dem Ziel in Valkenburg gebildet, wo Matthias Kessler im Vorjahr die 3. Etappe der Tour de France gewann. Der Berliner Jens Voigt, in dieser Saison schon vier Mal erfolgreich, Steffen Wesemann, zuletzt großartiger Dritter bei Paris - Roubaix, und der Italiener Danile Righi arbeiteten zunächst mit vereinten Kräften, um Vorsprung zu gewinnen. Aber ihr Ausflug war bald beendet. Die entscheidende Formation mit den sieben Spitzenfahrern bildete sich kurz danach.

          Andreas Klöden startet beim Flèche Wallonne

          Schon 40 Kilometern nach dem Start hatte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe gebildet, in der auch Daniel Musiol von Wiesenhof-Felt fuhr. Das deutsche Zweitliga-Team war mit einer Wildcard am Start. Aber die Musiol-Gruppe wurde rund 50 Kilometer vor dem Ziel von den ersten Verfolgern gestellt. Wenig davor schien das Rennen für Titelverteidiger Fank Schleck aus Luxemburg beendet.

          Der CSC-Profi setzte die schwarze Serie der folgenschweren Stürze bei den diesjährigen Frühjahrs-Klassikern fort. Mit blutenden Wunden am Mund, an der Nase und am Ellenbogen setzte er das Rennen die letzten 46 Kilometer jedoch fort. Nachdem er nach nur etwa 15 Kilometern wieder ins Hauptfeld gefahren war, war er sogar in der direkten Verfolgung der siebenköpfigen Spitzengruppe.

          Am Mittwoch folgt mit dem Flèche Wallonne in Belgien das neunte ProTour-Rennen, bei dem sich der in dieser Saison schon zwei Mal erfolgreiche Andreas Klöden von Astana viel vorgenommen hat.

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