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Paris-Nizza : Schachmann verteidigt Gelbes Trikot

  • Aktualisiert am

Mann in Gelb: Maximilian Schachmann. Bild: EPA

Bei Paris-Nizza, dem letzten Radrennen, das noch der Pandemie trotzt, bleibt Schachmann trotz Sturz im Gelben Trikot des Führenden – Nizza wird er aber dennoch nicht erreichen.

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          Deutschlands Straßenradmeister Maximilian Schachmann hat trotz eines Sturzes seine Gesamtführung bei der 78. französischen Fernfahrt Paris-Nizza vor dem Schlusstag erfolgreich verteidigt. Der 26 Jahre alte Berliner fuhr am Freitag auf einer Abfahrt kurz vor dem Ziel der 161,5 Kilometer langen sechsten Etappe von Sorgues nach Apt in ein Absperrgitter und kam zu Fall. Der Bora-hansrohe-Profi konnte jedoch schnell wieder auf sein Rad steigen und kam mit 40 Sekunden Rückstand auf den belgischen Tagessieger Tiesj Benoot als Zwölfter ins Ziel.

          Vor der abschließenden siebten Etappe am Samstag führt Schachmann nun mit 18 Sekunden vor Benoot und 1:01 Minuten vor dem Kolumbianer Sergio Higuita. Wegen der Coronavirus-Pandemie endet die sogenannte „Fahrt zur Sonne“ einen Tag früher als geplant. Dies teilten die Veranstalter am Freitagvormittag mit. Eigentlich sollte die traditionsreiche Fernfahrt am Sonntag in Nizza zu Ende gehen. Nun endet das Rennen am Samstag mit der 166,5 Kilometer langen Schlussetappe von Nizza zur 1500 Meter hoch gelegenen Bergankunft in Valdeblore La Colmiane.

          Der Radsport-Klassiker in Frankreich ist ohnehin eines der letzten Sportevents, die noch ausgetragen werden – die restliche Welt des Sports ist durch die Corona-Krise weitgehend zum Erliegen gekommen.

          Spätestens nach dem Samstags-Teilstück nach La Colmiane dürfte auch der Profi-Radsport jedoch erst einmal komplett stoppen. Nach der längst bekannten Absage von Mailand-Sanremo (21. März) hatte die belgische Region Flandern am Donnerstag alle im März geplanten Sportveranstaltungen vor Publikum abgesagt, darunter das Traditionsrennen Gent-Wevelgem. Auch die Austragung der großen Klassiker Flandern-Rundfahrt (5. April) und Paris-Roubaix (12. April) erscheint aktuell undenkbar.

          Der Start des 103. Giro d'Italia in Ungarn fällt ebenfalls aus, die Corona-Pandemie macht die planmäßige Austragung der ersten großen Landesrundfahrt des Jahres unmöglich. Am Freitag bestätigte der Veranstalter RCS Sport die Absage und bekräftigte zugleich die Absicht, das Rennen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr in Ungarn starten zu lassen.

          Schon nicht mehr zur sechsten Etappe von Paris-Nizza war indes das Team Bahrain-McLaren angetreten. „Aufgrund der anhaltenden Bewegungsbeschränkungen in ganz Europa und der Gesundheit des gesamten Teams hat diese Vorsichtsmaßnahme oberste Priorität“, teilte das Team mit. Sieben Teams hatten wegen der Ausbreitung des Virus schon vor dem Start auf eine Teilnahme verzichtet.

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