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Endspurt der Radsport-Saison : Roglic legt fulminant los

  • Aktualisiert am

Erster Spitzenreiter bei der Vuelta: Primoz Roglic Bild: AFP

Nach einer weiteren Testreihe kann der Giro d'Italia fortgesetzt werden. Mit dem Vuelta-Start beginnt nun der große Endspurt einer turbulenten Saison. Bei beiden Rundfahrten strahlen Slowenen als Tagessieger.

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          Der Slowene Jan Tratnik hat die 16. Etappe des Giro d’Italia der Radprofis gewonnen und damit bei der Fortsetzung der Rundfahrt für eine Überraschung gesorgt. Er setzte sich nach 229 Kilometern auf dem mittelschweren Teilstück von Udine nach San Daniele del Friuli vor Ben O’Connor (Australien) und Enrico Battaglin (Italien) durch. Tratnik war Teil einer Ausreißergruppe, die den Favoriten um rund 15 Minuten enteilte. Für das Gesamtklassement spielte die Gruppe an der Spitze keine Rolle.

          Der Portugiese Joao Almeida hat derweil vor der schwierigen letzten Woche mit drei knallharten Bergetappe das Rosa Trikot des Führenden verteidigt. Er liegt knapp vor dem Niederländer Wilco Kelderman, dem er mit einem Antritt auf den letzten 700 Metern noch ein paar Sekunden abnehmen konnte. Neben drei Bergetappen steht auch noch das abschließende Zeitfahren in Mailand auf dem Programm.

          Am Morgen hatten die Profis angesichts der nächsten Corona-Testreihe noch gebangt, ob der 103. Giro d’Italia überhaupt fortgesetzt werden kann. Nachdem aber nur zwei von 492 Tests positiv ausfielen, wurde die Rundfahrt wie geplant fortgesetzt. Das Team UAE Emirates bestätigte in einer Mitteilung, dass sein Fahrer Fernando Gaviria positiv auf Covid-19 getestet wurde. Der Kolumbianer war im März schon einmal infiziert. Der 26 Jährige wurde aus dem Wettkampf zurückgezogen. Gaviria sei nach dem positiven Testergebnis vom Team isoliert worden. Er fühle sich „gut und völlig asymptomatisch“, hieß es in der Mitteilung weiter.

          Tagessieger beim Giro: Jan Tratnik
          Tagessieger beim Giro: Jan Tratnik : Bild: AFP

          Der erste Ruhetag hatte vor Wochenfrist noch weit heftigere Konsequenzen gehabt: Jumbo-Visma um den Deutschen Tony Martin und Mitchelton-Scott stiegen nach mehreren Fällen im eigenen Team aus, ein Abbruchszenario schien immer konkreter zu werden. Stattdessen konnte es am Dienstag mit der 229 Kilometer langen Überführungsetappe von Udine nach San Daniele del Friuli weitergehen. 

          Roglic erster Vuelta-Spitzenreiter

          Gemeinsam mit der Spanien-Rundfahrt Vuelta, die seit diesem Dienstag mit dem Auftakt im Baskenland läuft, beginnt nun der Endspurt einer auf dreieinhalb Monate gerafften Radsport-Saison. Was die Fans bei der Vuelta an Spektakel erwartet, zeigte sich gleich beim ersten Teilstück, die als Bergankunft angelegt war: Champion Roglic sprintete auf den letzten 700 Metern den Rivalen davon und gewann die Etappe vor Richard Carapaz (Ecuador) und Daniel Martin (Irland).

          Der frühere Tour-de-France-Sieger Christopher Froome musste gleich am ersten Tag eine schwere Schlappe hinnehmen, er wurde vom eigenen Team am vorletzten Anstieg abgehängt und baute auf Rang 72 schon einen Rückstand von 11:12 Minuten auf. Als bester Deutscher kam der Augsburger Georg Zimmermann aus dem CCC-Team bei seinem Debüt bei einer der großen Rundfahrten 2:22 Minuten nach Roglic auf Platz 30 ins Ziel.

          Normalerweise findet der Giro im Mai und die Vuelta im September statt, diesmal können Radsport-Fans per Konferenzschaltung zwischen Italien und Spanien zappen. Während die deutschen Profis beim Giro keine große Rolle spielen, soll Pascal Ackermann vom deutschen Rennstall Bora-hansgrohe bei den Flachetappen der Vuelta für Tagessiege sorgen. Auf der ersten Etappe quälte er sich freilich über die vier Anstiege und kam erst mit gut zwanzig Minuten Verspätung auf Rang 170 an.

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