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Marco Pantani im Jahr 1998 bei der Tour de France. Bild: picture-alliance / dpa

Radsportler Marco Pantani : War es Totschlag?

  • -Aktualisiert am

Marco Pantani starb im Jahr 2004 an einem Lungen- und Hirnödem in Folge einer Überdosis an Medikamenten. Die Justiz beschäftigt sich jetzt wieder mit dem Fall. Denn die Todesursache wird angezweifelt.

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          Die Umstände des Todes von Marco Pantani sind Gegenstand von Spekulationen, seit Ärzte den Tod des italienischen Radrennfahrers am Valentinstag vor bald 18 Jahren im Hotel „Le Rose“ in Rimini feststellten. Laut Autopsiebericht verstarb der 34-Jährige am späten Vormittag des 14. Februar 2004 an einem Lungen- und Hirnödem, die beide von einer Überdosis Kokain sowie der Einnahme von Psychopharmaka verursacht wurden. Das ist die offizielle Version um das Ableben dieser italienischen Radsportlegende, mit der sich nicht nur die Familie des Sportlers nie anfreunden wollte. Ein depressives Idol, das sich selbst ums Leben bringt?

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          „Il pirata“, wie Pantani wegen seines Ohrrings, seiner improvisierten Kopfbedeckungen und seines aggressiven Fahrstils genannt wurde, hat Italien zu Lebzeiten ein ganzes Sammelsurium an Emotionen, an menschlichen Höhen und Tiefen beschert. Höhepunkt war der Doppelsieg beim Giro d’Italia und der von Doping-Skandalen geprägten Tour de France 1998; seither steht der Mann aus Cesenatico in einer Reihe mit Männern wie Fausto Coppi, Eddy Merckx oder Bernard Hinault. Nach Pantani, der selbst mehrfach mit Doping in Verbindung gebracht wurde, gelang keinem Fahrer mehr dieser Doppelerfolg. Ja, es waren die Jahre des Blutdopings Epo.

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