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Radsport : Jan Ullrich vor Gesamtsieg in der Schweiz

  • Aktualisiert am

Oscar Freire kommt vor den heraneilenden Sprintern ins Ziel Bild: REUTERS SCHWEIZ

Jan Ullrich hat auf der 7. Etappe der Tour de Suisse mit Umsicht seinen dritten Platz im Klassement verteidigt und damit die Aussicht, durch ein gutes Zeitfahren am Sonntag die Rundfahrt zum zweiten Mal zu gewinnen.

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          Jan Ullrich hat sich beim Formaufbau für die in zwei Wochen beginnende Tour de France eine kleine Pause gegönnt und die 7. Etappe der Tour de Suisse am Freitag ohne Aufsehen aus dem Hauptfeld heraus kontrolliert.

          Auf dem mit 233 Kilometern längsten Tagesabschnitt der Radrundfahrt durch seine Schweizer Wahlheimat verteidigte Ullrich mit Umsicht seinen dritten Platz im Klassement und damit die Aussicht, durch ein gutes Zeitfahren zum Abschluß am Sonntag die Rundfahrt zum zweiten Mal nach 2004 zu gewinnen.

          Tagessieg für Oscar Freire

          Den Tagessieg holte sich mit seinem vierten Saisonerfolg der Spanier Oscar Freire. Der frühere Weltmeister rettete sich als einziger aus einer anfangs achtköpfigen Spitze nach Ascona hinein und kam mit etwa 20 Metern vor dem heran jagenden Feld ins Ziel. Den Spurt des Pelotons gewann der Italiener Danielo Bennati vor Milram-Kapitän Erik Zabel (Unna). Das war der insgesamt 42. Erfolg in der Karriere Freires, der keinen Anspruch mehr auf die Gesamtwertung der Schweiz-Rundfahrt anmelden konnte. Das Gelbe Trikot verteidigte Vortagessieger Koldo Gil aus Spanien vor Jörg Jaksche (Ansbach) und Ullrich, der einen Rückstand von 54 Sekunden auf Koldo hat.

          Zwischenzeitlich fuhr allerdings der Spanier David Herrero schon im virtuellen Gelben Trikot. Der auf Rang 22 mit einem Rückstand von knapp sieben Minuten liegende Baske aus dem Euskatel-Stall gehörte zu der achtköpfigen Spitze um den Schweizer Beat Zberg und den Australier Michael Rogers aus den deutschen Teams Gerolsteiner und T-Mobile. Diese Gruppe hatte sich 50 Kilometer nach dem Start bei der Abfahrt vom Julierpaß gebildet und zeitweise einen Vorsprung von mehr neun Minuten herausgefahren.

          Gerolsteiner bei der Tour de France dabei

          Ullrich schenkte der enteilten Spitze nicht nur deshalb wenig Aufmerksamkeit, weil kein Klassement-Fahrer dabei war. Der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister ließ auch aus anderem Grund Zurückhaltung walten: Bei der Abfahrt vom Lukmanierpaß wurde das Feld von einer Gewitterfront überrascht, die die Straße gefährlich glatt gemacht hatte.

          Besonders ermuntert durch seine am Freitag bekannt gewordene Nominierung für die Tour de France zeigte sich der Schweizer Beat Zberg. Der Gerolsteiner-Profi war am Tag zuvor so schwer gestürzt, daß sein Helm zerplatzte und er benommen liegen blieb. „Am Abend mußte ihm ein Wirbel eingerenkt werden. Da hat er schon gesagt, daß er sich wieder so gut fühlt, daß er am nächsten Tag wegfahren will“, sagte sein sportlicher Leiter Hans-Michael Holczer. Zberg wurde als erster der Ausreißer neun Kilometer vor dem Ziel eingefangen.

          Nicht mehr auf die abschließenden beiden Etappen geht neben einigen Sprintern und mehreren gestürzten Fahrern auch der Italiener Paolo Bettini. Der Olympiasieger beendete seine Vorbereitung auf die bevorstehende Tour de France am Freitag und ist beim Anstieg auf den Lukmanierpaß aus der Tour de Suisse ausgestiegen.

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