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Radsport-Frühjahrsklassiker : Jungprofi Degenkolb feiert Sieg in Frankfurt

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Goldener Sieg: John Degenkolb freut sich über den Erfolg beim Radklassiker in Frankfurt Bild: dpa

John Degenkolb gelingt in Frankfurt sein größter Karriere-Erfolg. Der Jungprofi gewinnt die 50. Ausgabe des Radklassikers im Frühjahr. Der U-23-Vizeweltmeister setzt sich im Massenspurt durch. Fabian Wegmann indes verpasst den Sieg-Hattrick.

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          John Degenkolb hat der Konkurrenz bei der 50. Auflage des Frankfurter Frühjahrsklassikers das Hinterrad gezeigt und seinen bislang größten Erfolg als Radprofi gefeiert. Der 22-Jährige aus Gera setzte sich am Sonntag nach 201,5 Kilometern „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ im Massenspurt des Hauptfeldes vor Jérome Baugnies aus Belgien und dem Australier Michael Matthews durch.

          „Das ist unbeschreiblich, die absolute Krönung. Ich bin überglücklich“, sagte der U 23-Vizeweltmeister von 2010 nach seinem Husarenstück. Fabian Wegmann, der das Traditionsrennen 2009 und 2010 gewonnen hatte, rollte mit dem Feld ins Ziel und verpasste den angestrebten Sieg-Hattrick deutlich. Einziger Dreifachsieger bleibt somit Erik Zabel (1999, 2002, 2005). Sein Sohn Rik gewann das Rennen der U 19 und wurde vom stolzen Papa mit einer innigen Umarmung empfangen.

          Pünktlich um 11.45 Uhr hatten 173 Fahrer aus 24 Mannschaften den Rundkurs mit etlichen Steigungen durch den Taunus in Angriff genommen. Bei strahlendem Sonnenschein ließen sich die Profis nicht lange bitten und setzten unmittelbar nach dem Start in Eschborn zahlreiche Attacken. Bei Kilometer 50 im Anstieg zum Feldberg setzte sich dann eine sechsköpfige Spitzengruppe ohne namhafte Beteiligung ab.

          „Beim letzten Anstieg habe ich mich nicht so gut gefühlt“

          Die Spitzenmannschaften, die keine Fahrer mit nach vorne geschickt hatten, hielten sich zurück. Sie ließen die Ausreißer, die ihren Vorsprung in den 19 Prozent steilen Kehren des Eppsteiner „Schmerzberges“ auf maximal 1:20 Minuten ausbauen konnten, zunächst gewähren. Stets im vorderen Drittel des langgezogenen Hauptfeldes vertreten war Titelverteidiger Wegmann. Knapp 100 Kilometer vor dem Ziel verschärfte das Team des Westfalen in Person von Jens Voigt das Tempo und fing die Spitzengruppe fast mühelos ein.

          Doch Wegmanns Taktik, es nicht auf eine Sprintentscheidung ankommen zu lassen, ging nicht auf. Zwar musste Sprint-Ass Mark Cavendish, der in den vergangenen drei Jahren 15 Etappensiege bei der Tour de France einfahren konnte, bereits bei der ersten Passage des gefürchteten Mammolshainer Hangs abreißen lassen. Doch eine Attacke von Wegmann, der sich mit sieben weiteren Fahrern absetzte, war nicht von Erfolg gekrönt. Das Peloton, in dem vor allem Marcus Burghardt und Danilo Hondo das Tempo hochhielten, stellte die Ausreißer nach kurzer Zeit.

          40 Kilometer vor der Zielankunft an der Alten Oper ging das Rennen schließlich in seine heiße Phase, ohne dass sich ein Fahrer entscheidend absetzen konnte. Geschlossen erreichte das stark dezimierte Hauptfeld den Rundkurs in der Frankfurter Innenstadt, wo am Ende Degenkolb die schnellsten Beine hatte. „Dass es so gut geht, hatte ich nicht erwartet. Beim letzten Anstieg habe ich mich nicht so gut gefühlt und dann auf mein Team vertraut, das die Lücke auf die Spitze zugefahren hat“, berichtete der strahlende Sieger.

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